Point-of-Care-Ultraschall: Schnellere Diagnostik direkt am Schlaganfall-Patientenbett
Der Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) soll in der neurologischen Akut- und Intensivmedizin eine wichtigere Rolle spielen. Auf dem 2. Deutschen Schlaganfallkongress (DSG26) Mitte September in Berlin bietet die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft erstmals einen praxisnahen Hands-on-Workshop zu dieser Methode an.
Der Workshop unter Leitung von Dr. Felipe Montellano von der Universitätsmedizin Würzburg vermittelt Grundlagen der fokussierten Sonografie von Herz, Lunge und Hirnparenchym. Teilnehmer lernen, wie POCUS bei akuten Komplikationen wie Atemnot, schwierigem Venenzugang oder unerwarteter Verschlechterung des Zustands wertvolle Hinweise liefern kann – direkt am Bett und innerhalb weniger Minuten.
„POCUS ist eine schnelle und praxisnahe Ergänzung der bestehenden Diagnostik“, erklärte Montellano. Besonders in kritischen Situationen auf der Stroke Unit könne die Methode helfen, Komplikationen früher zu erkennen und Therapien rascher einzuleiten. Der Workshop umfasst auch ultraschallgestützte Gefäßzugänge und Lumbalpunktionen an Modellen.
Der Kurs richtet sich gezielt an Ärzte in der Schlaganfallversorgung, die bislang wenig POCUS-Erfahrung haben – einschließlich Berufsanfänger. Er findet in kleinen Gruppen an vier Terminen statt (10. und 11. September 2026).
Der 2. Deutsche Schlaganfallkongress wird vom 10. bis 12. September 2026 in Berlin ausgerichtet. Weitere Informationen zum Kongress und Workshop unter www.dsg-info.de.

Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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