One Health-Ansatz als Schlüssel gegen bakterielle Zoonosen
Bakterielle Zoonosen wie Brucellose, Salmonellose, Leptospirose, Anthrax, Campylobacteriose und Listeriose stellen weiterhin eine große globale Gesundheitsbedrohung dar. Traditionelle sektorale Ansätze reichen nicht aus, um ihre Ausbreitung wirksam zu bekämpfen. Ein systematischer Review plädiert daher für einen stärkeren One Health-Ansatz, der Mensch, Tier und Umwelt gemeinsam betrachtet.

Die in der Fachzeitschrift Zoonoses veröffentlichte Übersichtsarbeit (DOI: 10.15212/ZOONOSES-2025-0076) von Mehrshad Sadeghian wertete 187 Studien aus den Jahren 2000 bis 2024 aus. Trotz jahrzehntelanger Überwachung und Kontrollmaßnahmen bleibe die Krankheitslast vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen hoch. Fragmentierte Governance-Strukturen, begrenzte Finanzierung, zunehmende Antibiotikaresistenz und Datenlücken erschweren die Bekämpfung.
Der One Health-Ansatz biete hingegen Chancen durch integrierte Strategien wie gemeinsame Überwachungssysteme, Impfprogramme für Tiere und Menschen, verbesserte Lebensmittelsicherheit sowie den Einsatz digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz. Besonders wichtig seien eine bessere institutionelle Koordination und die Einbindung von Gemeinden.
Die Autoren fordern eine stärkere Umsetzung von One Health-Modellen, um die Belastung durch bakterielle Zoonosen nachhaltig zu senken und die globale Gesundheitssicherheit zu stärken.
Original Paper:
Mehrshad Sadeghian. One Health Models for the Prevention and Management of Bacterial Zoonoses: A Comprehensive Systematic Review. Zoonoses. 2026. Vol. 6(1). DOI: 10.15212/ZOONOSES-2025-0076
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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