HIV-Heilung an der Charité: Was wurde aus Berliner Patient 2.0 ?
Er ging in die Medizingeschichte ein: Der Berliner Patient, der nach einer Stammzelltransplantation an der Charité – Universitätsmedizin Berlin 2008 als weltweit erster von einer HIV-Infektion geheilter Mensch galt. Jetzt ist dieser äußerst seltene medizinische Erfolg einem Team der Charité offenbar ein weiteres Mal gelungen. Bei dem zweiten Berliner Patienten ist seit mehr als fünf Jahren trotz fehlender antiviraler Therapie kein HI-Virus mehr nachweisbar. Das Besondere an dem Fall: Das Team nutzte eine von bisherigen HIV-Heilungen abweichende Behandlungsmethode. Sie macht eine neue Erklärung des Heilungsmechanismus nötig.
Bosch Healthcare Solutions: Neuer PCR-Schnelltest auf drei Gastroenteritis-Erreger
Weltweit erster vollautomatisierter PCR-Test zum vor Ort Nachweis von C. difficile, Norovirus, Rotavirus geht an den Start.
Nachhaltigkeit: Neue EU-Ökodesign-Verordnung betrifft auch die Labormedizin
Am Donnerstag, den 18. Juli 2024, ist die europäische Ökodesign-Verordnung in Kraft getreten. Sie ist eine der zahlreichen Gesetzgebungen, die die Wirtschaft in Punkto Nachhaltigkeit regulieren – das gilt auch für Hersteller im Bereich Labormedizin, MedTech und Biotech.
Humanoide Robotik: Pepper als Pfleger
Eine einzigartige Pilotstudie zur Interaktion mit dem sozialen Roboter Pepper geht an den Start. Wird dadurch die Pflege revolutioniert?
Vogelgrippe: „Übertragung vom Tier zum Menschen wahrscheinlich“
Die meisten Influenzaviren dringen über eine spezifische Struktur auf der Oberfläche in menschliche und tierische Zellen ein. Menschliche Grippeviren und das verwandte Vogelgrippevirus des Subtyps H2N2 nutzen aber noch einen zweiten Eintrittsweg, wie UZH-Forschende zeigen: einen Proteinkomplex des Immunsystems.
Allergien bei Säuglingen: Nutzen der HA-Nahrung nicht evidenzbasiert belegt
Eltern allergiegefährdeter Säuglinge sind bis auf Weiteres frei in der Wahl der Flaschenmilchnahrung: Die frühere Empfehlung für die Verwendung von HA-Nahrung gilt in diesem Kontext nicht mehr. Der Grund: Aktuell gibt es für Säuglinge keine Flaschenmilchnahrung, für die ausreichende Nachweise vorliegen, das Risiko für die Entwicklung einer Allergie zu verringern.
Historische Blutproben: Autoantikörper verursachen lebenslanges Risiko für Virusinfektionen
Etwa zwei Prozent der Bevölkerung entwickeln Autoantikörper gegen Interferone des Typs 1, meist in späteren Lebensjahren. Dies macht die Betroffenen anfälliger für Viruserkrankungen wie COVID-19 oder Influenza. Der Clou: Für die Studie haben UZH-Forschende zusammen mit einem USZ-Team einer großen Sammlung historischer Blutproben analysiert.
Schlauer als der Cyber-Klauer: SEMLA schützt sensible persönliche Daten
Personenbezogene Daten sind ein wahrer Schatz für die KI-Forschung in der Medizin – aber auch für Hacking Units, die der Gesundheitsbranche über komplexe APT-Cyberangriffe massiv zusetzen. Mit SEMLA – Secure Machine Learning Architecture – hat das DFKI nun eine interne und sichere Forschungsinfrastruktur für das Training neuronaler Netze mit hochsensiblen Daten geschaffen.
HIV: Resistenztests alleine bringen wenig
Forschende um Niklaus Labhardt von der Universität Basel und dem Universitätsspital Basel haben untersucht, ob die kosten- und arbeitsintensiven Resistenztests tatsächlich ein wirksamer Hebel für ein besseres HIV-Management sind. Die Ergebnisse ihrer Studie mit dem Titel «GIVE MOVE» erscheinen in der Fachzeitschrift «The Lancet Global Health».
Medizinische Fachgesellschaft DGKL bewertet Gesundes-Herz-Gesetz als „für die Gesundheit der Bevölkerung schädlich“
Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin hat sich in einer Stellungnahme zum geplanten Gesundes-Herz-Gesetz (GHG) geäußert. Für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dürften die Aussagen der einzigen deutschen Fachgesellschaft auf diesem Gebiet wie Schockwellen wirken: Sein Gesetz sei in der jetzigen Referentenentwurfsfassung eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.




