Senatsempfang würdigte 50 Jahre Jung-Preis für Medizin
Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hat den 50. Geburtstag des Jung-Preises für Medizin mit einem Senatsempfang im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses gewürdigt. Der Preis wird seit 1976 von der in Hamburg ansässigen Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung vergeben und zählt zu den renommiertesten und höchstdotierten Medizinpreisen Europas.
Der Jung-Preis zeichnet herausragende wissenschaftliche Leistungen in der medizinischen Forschung aus. Eine Besonderheit ist die unabhängige Förderung: Das Preisgeld wird ohne Konditionen verliehen und gibt den Preisträgern große wissenschaftliche Freiheit. Viele ausgezeichnete Arbeiten haben die Medizin nachhaltig geprägt – darunter Grundlagen für Nobelpreis-gekrönte Entdeckungen wie die CRISPR-Cas9-Genschere oder mRNA-Technologien.

Dr. Peter Tschentscher betonte, der Jung-Preis trage seit 50 Jahren dazu bei, Wissenschaft und Forschung zu fördern und jungen Medizinerinnen und Medizinern Motivation zu geben. Die Preisverleihungen, Symposien und Stipendien der Stiftung lenkten den Blick auf Hamburg als starken medizinischen Forschungs- und Wissenschaftsstandort.
Jochen Spethmann, Vorstandsvorsitzender der Jung-Stiftung, erklärte, die Förderung sei Ausdruck von Verantwortung gegenüber Wissenschaft und Gesellschaft. Sie achte die Freiheit der Forschung und schaffe zugleich Bedingungen, unter denen diese Wirkung entfalten könne.
Prof. Thomas Boehm, Vorsitzender des Kuratoriums, hob hervor, dass der Preis Arbeiten auszeichne, die wissenschaftlich exzellent seien und klinische Relevanz hätten – oft lange bevor ihre Bedeutung im Alltag sichtbar werde.
Am selben Tag, den 21. Mai 2026, verlieh die Jung-Stiftung bei einem festlichen Dinner in der Hanse Lounge die Medizinpreise 2026: Den Jung-Preis für Medizin erhielt Professorin Rohini Kuner (Heidelberg), den Jung-Karriere-Förderpreis Dr. Fiona Kolbinger (Dresden) und die Jung-Medaille für Medizin in Gold Professor Taroh Kinoshita (Osaka) für sein Lebenswerk.
Die Veranstaltung unterstreicht Hamburgs Rolle als Wissenschaftsstandort und die Bedeutung unabhängiger, langfristig angelegter Forschungsförderung.
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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