Neues Diagnostikzentrum für Infektionsmedizin an der LMU eröffnet
Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat ein neues Zentrum für Diagnostik und translationale Forschung des Max von Pettenkofer-Instituts für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie eröffnet. Der 36 Millionen Euro teure Neubau auf dem Klinikumsgelände in Großhadern soll die Übertragung von Forschungsergebnissen aus Mikrobiologie und Virologie in die Patientenversorgung beschleunigen und so Infektionskrankheiten schneller erkennen und besser bekämpfen.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume bezeichnete das Gebäude als Leuchtturm der Infektionsmedizin und Aushängeschild für den Wissenschaftsstandort Bayern. Es schaffe optimale Bedingungen für eine enge Verzahnung von Diagnostik, translationaler Forschung und klinischer Praxis. Bauminister Christian Bernreiter hob die hohe technische Ausstattung hervor, darunter ein Hochsicherheitslabor der Stufe S3 und flexible Nutzungsmöglichkeiten.

LMU-Präsident Prof. Dr. Matthias H. Tschöp erklärte, das Zentrum biete mit modernster Laborinfrastruktur, Hochsicherheitslaboren und KI-gestützter Diagnostik ideale Voraussetzungen, um Infektionskrankheiten rascher zu erkennen und neue Erkenntnisse schneller in die klinische Anwendung zu bringen. Prof. Dr. Sebastian Suerbaum, Lehrstuhlinhaber für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, betonte die optimierten Arbeitsbedingungen für Diagnostik und patientennahe Forschung sowie die enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten.
Zu den zentralen Einrichtungen des Gebäudes gehören eine automatisierte Laborstraße für die kulturelle Mikrobiologie, ein Hochsicherheitslabor S3, eine Biobank mit Kryolagerung sowie eine moderne Rohrpostanlage für schnelle Probenbeförderung. Im neuen Zentrum sind auch die Nationalen Referenzzentren für Helicobacter pylori und Retroviren untergebracht. Insgesamt arbeiten dort rund 20 Ärztinnen und Ärzte sowie 70 technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das DIAG soll die Resilienz gegenüber künftigen Infektionsausbrüchen stärken und die translationale Forschung im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des neuen Bayerischen Zentrums für präventive Infektionsmedizin (BZI) weiter vorantreiben.
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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