Mobile Versorgungsprogramme verbessern Blutdruckkontrolle bei Obdachlosen
Mobile medizinische Versorgungsprogramme für obdachlose Menschen können die Kontrolle von Bluthochdruck signifikant verbessern. Das zeigt eine Studie der University of California, Los Angeles (UCLA).
Die Forscherinnen und Forscher werteten elektronische Patientenakten von fast 900 obdachlosen Erwachsenen aus, die zwischen Januar 2022 und November 2025 vom UCLA Homeless Healthcare Collaborative betreut wurden. Das Team versorgt Betroffene direkt an Straßenlagern und anderen Aufenthaltsorten.
Der Anteil der Patientinnen und Patienten, bei denen der Blutdruck kontrolliert war, stieg von 35 Prozent zu Beginn der Betreuung auf 45 Prozent. Der systolische Blutdruck sank im Durchschnitt von etwa 146 auf 141 mmHg, der diastolische von 87 auf 85 mmHg. Der mediane Zeitraum zwischen erster und letzter Messung betrug acht Monate.

Dr. Sae Takada, Erstautorin der Studie, betonte, dass feldgestützte Versorgungsprogramme eine klinisch relevante Verbesserung der Gesundheit obdachloser Menschen bewirken können. Bislang sei wenig darüber bekannt gewesen, ob solche Programme die Behandlung chronischer Erkrankungen verbessern können.
Die Studie hat einige Limitationen. Es fehlten Daten aus anderen Gesundheitssystemen und Informationen zu möglichen Begleiterkrankungen. Zudem gab es keine Vergleichsgruppe. Die Forscher planen weitere Untersuchungen, um die Effekte auf andere chronische Erkrankungen wie Diabetes zu prüfen.
Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Journal of General Internal Medicine veröffentlicht. Sie unterstreichen das Potenzial mobiler Versorgungsangebote, um die Gesundheitsversorgung besonders vulnerabler Gruppen zu verbessern.
DOI
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
Gender-Hinweis. Die in diesem Text verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich immer gleichermaßen auf weibliche, männliche und diverse Personen. Auf eine Doppel/Dreifachnennung und gegenderte Bezeichnungen wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.




