Mobile Diagnose: Spezial-Truck mit Laborausstattung soll Pflegeheimbewohnern Klinikbesuche ersparen

von | Juni 23, 2026 | Forschung, Gesundheit

Ein mobiles Diagnostikzentrum auf Rädern soll erkrankten Pflegeheimbewohnern im Saarland künftig lange Wege ins Krankenhaus ersparen. Der rund zehn Meter lange Spezial-Truck mit Hightech-Ausstattung wird ab September 2026 im Saarland eingesetzt.

Das Fahrzeug verfügt über einen Computertomographen, Sonografie-, Röntgen- und Ultraschallgeräte sowie EEG, EKG und eine Laborausstattung. Eine smarte Datenbrille und digitale Vernetzung ermöglichen die Zusammenarbeit mit zugeschalteten Fachärzten. Das Modellprojekt „DIKOM“ (Diagnostik-Konsil im Pflegeheim mittels Geriatrie-Unit) wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss mit über acht Millionen Euro gefördert.

Prof. Dr. Klaus Faßbender, Axel Jung und die Ärztliche Leiterin der MGU, Silvia Rauen, (v.l.) vor dem LKW mit Hightech-Diagnostik, der vom 23. bis 25. Juni auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin vorgestellt wird. | Quelle: Florian Preuß | Copyright: UKS
Prof. Dr. Klaus Faßbender, Axel Jung und die Ärztliche Leiterin der MGU, Silvia Rauen, (v.l.) vor dem LKW mit Hightech-Diagnostik, der vom 23. bis 25. Juni auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin vorgestellt wird. | Quelle: Florian Preuß | Copyright: UKS

Vom 23. bis 25. Juni stellt sich das Projekt auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin vor. Auf dem „DIKOM-Innovations-CAMPUS“ präsentieren die beteiligten Partner das Konzept und bieten Führungen durch den Truck an.

Initiiert wurde das Projekt vom Neurologen Prof. Klaus Faßbender. Gemeinsam mit Medizintechnik-Unternehmen und zahlreichen Partnern wurde der LKW entwickelt. Im Einsatz sind Fachärzte unterschiedlicher Disziplinen zusammen mit medizinisch-technischem Personal und Notfallsanitätern. Bei Bedarf werden Spezialisten aus Kliniken und Praxen telemedizinisch hinzugezogen.

Ziel ist es, Klinikeinweisungen nur zu Diagnosezwecken zu reduzieren und die ambulante Versorgung in der vertrauten Umgebung der Pflegeheime zu stärken. Damit sollen Notaufnahmen entlastet, die Lebensqualität der oft dementen oder immobilen Bewohner verbessert und Kosten für Krankenkassen und Pflegekassen gesenkt werden.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Universität des Saarlandes ist Projektträger. Beteiligt sind unter anderem die Saarländische Pflegegesellschaft, Kassenärztliche Vereinigung, Kranken- und Pflegekassen sowie das Universitätsklinikum des Saarlandes.

Ausstellungsforum | DIKOM | Stand-Nr. 61
Hauptstadtkongress vom 23. bis 25. Juni 2026 im hub27, Messe Berlin


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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