Menschen mit Demenz bei Hitze besonders gefährdet
Bei steigenden Temperaturen rückt der Hitzeschutz für Menschen mit Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen in den Fokus. Die Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) macht auf die besonderen Risiken aufmerksam und gibt Angehörigen und Pflegenden Hinweise, wie sie die Gesundheit Betroffener schützen können.
Menschen mit Demenz sind bei Hitzewellen besonders gefährdet. Ihre Fähigkeit, angemessen auf hohe Temperaturen zu reagieren, ist häufig beeinträchtigt. Die AFI nennt mehrere Gründe: Viele verspüren seltener Durst oder vergessen zu trinken, erkennen die Hitzebelastung nicht oder können Unwohlsein nicht ausreichend äußern. Hinzu kommen ein eingeschränktes Urteilsvermögen, Bewegungsdrang, der zum unbemerktem Verlassen der Wohnung führen kann, sowie eine gestörte Temperaturregulation durch Alter und Vorerkrankungen.

Die AFI empfiehlt mehrere einfache Maßnahmen:
- Regelmäßig zum Trinken animieren und Getränke gut sichtbar platzieren.
- Hitzespitzen zwischen 10 und 17 Uhr meiden und sich in kühlen Räumen aufhalten.
- Bei Personen mit Weglauftendenz besonders aufmerksam sein und Notfallinformationen bereithalten.
- Körperliche Warnzeichen wie Benommenheit oder trockene Haut ernst nehmen und schnell reagieren.
- Regelmäßigen Kontakt halten, insbesondere bei allein lebenden Betroffenen.
Die AFI betont, dass eine gute Vorbereitung auf Hitzewellen nicht nur die Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessert, sondern lebensrettend sein kann. Der Verein informiert seit Jahren über die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen und fördert Forschungsprojekte in diesem Bereich.
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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