Lebensgefahr: KI-Chatbots fürs Krankenhaus
Medizin-Chatbots treffen vorschnelle Diagnosen, halten sich nicht an Richtlinien und würden das Leben von Patientinnen und Patienten gefährden. Zu diesem Schluss kommt ein Team der Technischen Universität München (TUM). Das Team hat erstmals systematisch untersucht, ob diese Form der Künstlichen Intelligenz (KI) für den Klinikalltag geeignet wäre. Die Forschenden sehen dennoch Potenzial in der Technologie. Sie haben ein Verfahren veröffentlicht, mit dem sich die Zuverlässigkeit zukünftiger Medizin-Chatbots testen lässt.
HSPA-Daten: Vermeidbare Sterblichkeit in Deutschland relativ hoch
Unter der Leitung von Reinhard Busse vom Fachgebiet Management im Gesundheitswesen hat ein Team der Technischen Universität Berlin erstmals ein Verfahren erprobt, mit dem die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystem systematisch gemessen werden kann. Die Ergebnisse lassen aufhorchen.
Mecklenburg-Vorpommern hat modernstes Gesetz zur medizinischen Datennutzung
Die medizinische Forschung in Mecklenburg-Vorpommern kann künftig Krankenhausdaten besser nutzen. Das ermöglicht eine Gesetzesänderung, die der Landtag jetzt beschlossen hat.
Exom-Sequenzierung (ES) : Multizentrische Studie identifiziert 34 neue genetische Erkrankungen
Im Rahmen einer deutschlandweiten multizentrischen Studie wurden von 1.577 Patientinnen und Patienten ES-Daten erhoben und systematisch ausgewertet.
CRP & Co: Biomarker erkennen Entzündungsrisiko für Atherosklerose
Die International Atherosclerosis Society hat ein klinisches Weißbuch veröffentlicht, in dem die Rolle von Biomarkern bei der Erkennung von Entzündungsrisiken beleuchtet wird.
Schwangerschaft: S2k-Leitlinie zu hypertensiven Erkrankungen überarbeitet
Die S2k-Leitlinie zu „hypertensiven Erkrankungen in der Schwangerschaft: Diagnostik und Therapie“ wurde mit neuen Erkenntnissen und Empfehlungen überarbeitet. Besonders relevant sind die neuen Aspekte zum Blutdruckmanagement dieser Erkrankungsformen.
Krebsrisiko: Australische Schweißer sind hohen Mengen an gefährlichen Dämpfen ausgesetzt
Untersuchungen der Curtin University haben ergeben, dass mindestens 46.000 australische Schweißer während Arbeit hohen Mengen an gefährlichen, möglicherweise krebserregenden Dämpfen ausgesetzt sind – und dass wenig getan wird, um sie zu schützen.
Mikroplastik kontaminiert Deutschlands Weinberge
Auch in den Böden von Weinbergen findet sich umweltschädliches Mikroplastik. Das geht aus einer Studie unter Leitung der TU Darmstadt hervor. Dabei weisen Weinbaugebiete sogar einen höheren Gehalt an Mikroplastik auf als andere landwirtschaftlich genutzte Böden. Ob die Flächen biologisch oder konventionell bewirtschaftet werden, hat indes offenbar keinen Einfluss auf die Schadstoffmenge. Allerdings ist die Vielfalt der gefundenen Kunststoffe (Polymere) unter biologischem Anbau deutlich geringer.
BIRD: Ein Tropfen Blut, viele Diagnosen
Mithilfe von Infrarotlicht und maschinellem Lernen haben Forschende des attoworld-Teams eine Methode entwickelt, den Gesundheitszustand einer gesamten Population zu untersuchen.
NACHGEFRAGT: „KI ist ein wichtiger Teil der Lösung“
Der Fachkräftemangel schlägt sich bereits heute in vielen Branchen und Berufen nieder. Mit dem Renteneintritt der Babyboomer wird sich die Situation noch verschärfen. Künstliche Intelligenz (KI) kann den Fachkräfteengpässen entgegenwirken. Mithilfe der Technologie lassen sich Beschäftigte entlasten und stille Reserven für den Arbeitsmarkt mobilisieren. Wie genau das gelingt und welche Herausforderungen mit dem KI-Einsatz in Unternehmen und Verwaltung verbunden sind, erklärt Christoph Schmidt im Interview. Er ist Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und Mitglied der Arbeitsgruppe Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion der Plattform Lernende Systeme.




