Geriatrie: Klima und Altern bislang wenig beachtet
Die Folgen von Klimawandel und Umweltverschmutzung betreffen ältere Menschen aufgrund ihrer erhöhten Vulnerabilität in besonderem Maße. Auf dramatische Weise zeigen dies extreme Hitzeereignisse wie 2021 im kanadischen British Columbia: Dort war die durchschnittliche Zahl der täglichen Zugänge in Notaufnahmen wegen hitzebedingter Erkrankungen 69 Mal höher als im gleichen Zeitraum zwei Jahre zuvor – besonders häufig versorgt werden mussten Personen über 75 Jahre. Auch in Deutschland sind solche Szenarien denkbar und die Expertise von Geriaterinnen und Geriatern ist gefragt.
Nutzlose Studien zu Vadadustat bei symptomatischer Anämie infolge chronischer Nierenerkrankung
In den beiden Hersteller-Studien wurden laut IQWiG wichtige patientenrelevante Endpunkte nicht erhoben. Wie es den schwer kranken Menschen unter der neuen Therapie geht, bleibt daher offen.
IVDR und Labormedizin: DGKL News sammelt Erfahrungsberichte und Fragen
Die Europäische Verordnung für In-vitro-Diagnostika (IVDR) trat am 26. Mai 2017 in Kraft und hat signifikante Auswirkungen auf die Labormedizin, insbesondere auf die Herstellung und Verwendung von In-vitro-Diagnostika (IVDs). Auf welche Weise die Neuerungen klinische Laboratorien im Alltag betreffen wollen wir in einer losen Folge von Beiträgen beleuchten.
Dear ChatGPT – can you teach me how to program an app for laboratory medicine?
The multifaceted potential of ChatGPT in the medical domain remains underexplored, particularly regarding its application in software development by individuals with a medical background but limited information technology expertise. Journal of Laboratory Medicine....
Digitalisierung & Laborbefund im Gesundheitswesen: „Viele Daten sind schlichtweg nicht in einer für Computer lesbaren Form vorhanden“
Deutschland setzt massiv auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen – allerdings lassen sich viele Daten von Computern gar nicht nutzen. Das soll sich durch die Einführung von medizinischen Informationsobjekten (MIO) ändern. DGKL News sprach mit dem promovierten Facharzt für Labormedizin Jakob Adler über die am kommenden Donnerstag startende MIO Vision in Berlin. Adler hat Medizin in Leipzig und Magdeburg studiert, seine Weiterbildung zum Facharzt für Laboratoriumsmedizin im Labor Prof. Schenk/Dr. Ansorge in Magdeburg absolviert und arbeitet aktuell am Institut für Hämostaseologie und Pharmakologie (IHP) Berlin sowie am Institut für Medizinische Diagnostik (IMD) Berlin. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der endokrinologischen Labordiagnostik, dem Therapeutischen Drug Monitoring (TDM) sowie der Datenanalyse im Labor. Er engagiert sich in verschiedenen Fachgesellschaften und berufspolitischen Verbänden und hat 2021 die Arbeitsgruppe „Digitale Kompetenz“ innerhalb der DGKL gegründet. Am 5. September 2024 diskutiert Adler im Rahmen der MIO Vision mit anderen Experten zur Zukunft des MIO-Laborbefundes.
Bald Kassenleistung: Ultraschall ersetzt Röntgen bei Knochenbrüchen am Arm
Die S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie, die unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) erstellt und vor eineinhalb Jahren veröffentlicht wurde steht kurz vor der Zulassung als Kassenleistung.
Lucid Genomics: KI-Technologien für die Biomarker-Identifizierung bringen Cash
Das Berliner Start-up Lucid Genomics entwickelt eine KI-basierte Digital-HealthTech-Plattform zur umfassenden DNA-Analyse, um genetisch bedingte Krankheiten schneller und präziser zu erkennen. Dafür gab es jetzt ein Pre-Seed-Funding in Höhe von 1,3 Millionen Euro.
Seegene entwickelt neue Mpox-PCR-Tests
Der NovaplexTM MPXV/OPXV Assay (RUO) detektiert dem südkoreanischen Hersteller zufolge die Pathogene, die durch Orthopox-Viren verursacht werden, einschließlich der Kladen 1 und 2 des Mpox-Virus. Der Test ermögliche „eine frühzeitige Differenzierung von Mpox, dass eine lange Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen hat“.
Mechanismus der Arterienbildung entschlüsselt
Ein Team um Holger Gerhardt und Norbert Hübner vom Max Delbrück Center hat herausgefunden, wie sich neue Arterien bilden. Das könnte Therapien zur Regeneration des Herzmuskels nach einem Infarkt oder Schlaganfall verbessern.
Herzinfarktdiagnostik: KI unterstützt Troponin-Schnelltest
Forschende konnten nachweisen, dass mit Hilfe eines Troponin-Schnelltests in Kombination mit Maschinellem Lernen ein Herzinfarkt schneller und effizienter als bislang ausgeschlossen werden kann. Der dafür genutzte personalisierte Artificial Intelligence in Myocardial Infarction Study (ARTEMIS)-Algorithmus kann unabhängig von großen Versorgungsstrukturen im ambulanten und präklinischen Bereich durchgeführt werden und könnte so zu einer Entlastung der Notaufnahmen der Krankenhäuser beitragen.




