12. Mitteldeutsche Laborkonferenz 2026 in Weimar: Starkes Programm zu Diagnostik, Präzisionsmedizin und Zukunftsthemen
Vom 23. bis 24. April 2026 findet in Weimar die 12. Mitteldeutsche Laborkonferenz statt. Die etablierte Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler, Ärzte in Weiterbildung, medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten sowie erfahrene Kolleginnen und Kollegen aus der Labormedizin und angrenzenden Fachgebieten. Das wissenschaftliche Programmkomitee – mit Vertretern der Universitätsklinika Jena, Leipzig, Dresden, Magdeburg und Halle – hat erneut ein breit gefächertes und hochaktuelles Programm zusammengestellt, das Routineaspekte, methodische Neuerungen und interdisziplinäre Entwicklungen in Forschung und Krankenversorgung verbindet.
Donnerstag, 23. April 2026 – Präzisionsmedizin und Künstliche Intelligenz
Das Programm beginnt um 11:00 Uhr mit dem Check-In. Nach einem optionalen Industrie-Workshop startet um 13:00 Uhr die Begrüßung, gefolgt ab 13:15 Uhr vom wissenschaftlichen Teil.
Session I: LC-MS/MS-basierte Diagnostik als Baustein der Präzisionsmedizin
(Vorsitz: Uta Ceglarek, Leipzig • Peter Mirtschink, Dresden)
- 13:15 Uhr – Apolipoprotein-Profiling aus Voll- und Trockenblut für das Monitoring einer PCSK9-Therapie (Julia Dittrich, Leipzig)
- 13:45 Uhr – Mehrwert von Second-Tier-Analysen im Neugeborenenscreening (Melanie Rödel, Dresden)
- 14:15 Uhr – Cobas pro i601: Erste Erfahrungen aus einem Großlabor im Routinebetrieb (Maria Shipkova, Ingelheim)
Session II: Künstliche Intelligenz in der Labormedizin
(Vorsitz: Jakob Adler, Berlin • Michael Kiehntopf, Jena)
- 15:15 Uhr – Einführung in neuronale Netze und Herausforderungen der Erklärbarkeit (Johannes Böhm, Passau)
- 15:45 Uhr – KI-basierte Medizinprodukte und (In-House-)IVD – Herausforderungen und Chancen (Sophie Bartsch, Konstanz)
- 16:15 Uhr – Universitätsmedizinische Implementation einer KI-Plattform für Forschung und klinische Routineversorgung (Daniel Steinbach, Leipzig)
Den Abschluss des ersten Tages bildet um 17:15 Uhr der Festvortrag „The Journey towards Data Visiting“ von Anna Aschenbrenner (Bonn) unter dem Vorsitz von Triantafyllos Chavakis (Dresden). Ab 18:00 Uhr lädt das Get-Together zum fachlichen und persönlichen Austausch ein.

Freitag, 24. April 2026 – Gerinnung, Zukunft und klinische Herausforderungen
Der zweite Konferenztag startet bereits um 08:00 Uhr und bietet ein dichtes Programm mit vier Sessions.
Session III: Aktuelles aus Gerinnung/Hämatologie
(Vorsitz: Oliver Tiebel, Dresden • Ingvild Birschmann, Bad Oeynhausen)
- 08:00 Uhr – Gerinnungsfaktor XIII: Der letzte in der Reihe und essentiell – nicht nur für die Gerinnung (Ingvild Birschmann, Bad Oeynhausen)
- 08:30 Uhr – Antiphospholipid-Syndrom: Improving the clinical interpretation of autoantibody test results – reporting likelihood ratios (Lieve van Hoovels, Aalst, Belgien)
- 09:00 Uhr – Thrombozytopenie: Den Ursachen der fehlenden Thrombozyten leitliniengerecht auf der Spur (Thomas Stauch, Jena)
- 09:30 Uhr – Hämophilie: Neue therapeutische Optionen – was bringen sie für das Gerinnungslabor? (Oliver Tiebel, Dresden)
Session IV: Zukunft der Labormedizin
(Vorsitz: Michael Kiehntopf, Jena • Katrin Borucki, Magdeburg)
- 10:30 Uhr – MTL mit Zukunft: Warum Führung, Wertschätzung und Perspektiven entscheiden (Nadine Dicht, München)
- 11:00 Uhr – Neue Wege: Robotik im Labor mit Immunhämatologie (Britta Amodeo, Lüdenscheid)
- 11:30 Uhr – Präzision, Prävention und Personalisierung – Die Zukunft der Labormedizin gestalten (Oliver Frey, Berlin)
Session V: Liquid Profiling
(Vorsitz: Stefan Holdenrieder, München • Berend Isermann, Leipzig)
- 13:30 Uhr – Chancen und Herausforderungen für die ctDNA-Diagnostik im Blutplasma (Stefan Holdenrieder, München)
- 14:00 Uhr – Genomweite Methylierungsprofile zellfreier DNA – Liquid Profiling jenseits der Mutationen: Methoden, Evidenzlage, klinisches Potenzial (Dirk Alexander Wittekind, Leipzig)
- 14:30 Uhr – AR-V7-Nachweis im Blut als Prädiktor für Therapieansprechen beim Prostatakarzinom (Christof Winter, München)
Session VI: Sepsis-Defizite in der aktuellen Labordiagnostik
(Vorsitz: Triantafyllos Chavakis, Dresden • Michael Bauer, Jena)
- 15:15 Uhr – Pneumogene Sepsis – Was müssen wir wissen (Michael Bauer, Jena)
- 15:45 Uhr – Die Rolle von C-terminalen AAT-Peptiden in der kompartimentalisierten Wirtsantwort der Sepsis: Diagnostische Probleme und Perspektiven (Friedemann Börner, Jena)
- 16:15 Uhr – Die kompartimentierte Wirtsantwort in der Sepsis: Herausforderungen für die klinische Forschung (Ignacio Rubio, Jena)
Um 16:45 Uhr endet die Konferenz mit Verabschiedung und Ausblick auf die 13. Mitteldeutsche Laborkonferenz 2027.
Fazit
Das Programm der 12. Mitteldeutschen Laborkonferenz zeichnet sich durch eine gelungene Mischung aus methodischen Innovationen (LC-MS/MS, KI, Liquid Profiling, Robotik), klinisch relevanten Themen der Hämostaseologie und Hämatologie sowie zukunftsweisenden Diskussionen zu Personal, Führung und Sepsis-Diagnostik aus. Besonders hervorzuheben ist der direkte Brückenschlag zwischen neuer Therapieentwicklung und labordiagnostischen Konsequenzen – exemplarisch im Vortrag zur Hämophilie.
Die Konferenz bietet eine hervorragende Plattform für interdisziplinären Austausch in der mitteldeutschen Labormedizin und darüber hinaus.
Weitere Informationen und Anmeldung:
Home | 12. Mitteldeutsche Laborkonferenz vom 23.–24. April 2026
Programm Donnerstag:
Programm Donnerstag – 12. Mitteldeutsche Laborkonferenz vom 23.–24. April 2026
Programm Freitag:
Programm Freitag – 12. Mitteldeutsche Laborkonferenz vom 23.–24. April 2026/
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11. Mitteldeutsche Laborkonferenz: Von Prävention bis Präzision – MedLabPortal
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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