Zulassungsempfehlung für neues Alzheimer-Medikament bestätigt

von | März 3, 2025 | Forschung, Gesundheit, Nicht kategorisiert

Der Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassungsempfehlung für den Wirkstoff Lecanemab zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit im frühen Stadium bestätigt. Die letztendliche Entscheidung über den Zulassungsantrag liegt bei der Europäischen Kommission und wird voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate fallen.

Alzheimer-Forschung ist komplex. Symbolbild. Credits: Pixabay
Alzheimer-Forschung ist komplex. Symbolbild. Credits: Pixabay

Im Juli 2024 hatte der Ausschuss zunächst gegen eine Zulassung votiert, mit der Begründung, dass die Wirkung von Lecanemab die potentiell schwerwiegenden Nebenwirkungen nicht aufwiege. Diese Empfehlung hatte der Ausschuss im November 2024 revidiert und sich für eine Zulassung ausgesprochen. Anders als erwartet ist die Europäische Kommission dieser Empfehlung aber nicht gefolgt. Stattdessen hatte die Kommission den EMA-Ausschuss mit einer erneuten Beratung des Themas beauftragt, weil ein EU-Mitgliedsland noch offene Fragen zum Wirkstoff hatte.

Die Behandlung mit Lecanemab zielt darauf ab, die schädlichen Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn zu reduzieren, die als mögliche Krankheitsursache gelten. So kann Lecanemab das Fortschreiten der Erkrankung um einige Monate verlangsamen. Eine Heilung bringt das Medikament jedoch nicht. Bei der Behandlung können mit Hirnblutungen und Hirnschwellungen potentiell schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten.

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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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