Neuer Hochleistungs-Genomsequenzierer an der Universitätsmedizin Greifswald in Betrieb genommen
Die Universitätsmedizin Greifswald hat einen neuen Hochleistungs-Genomsequenzierer in Betrieb genommen. Damit wird die onkologische Diagnostik und Forschung in Mecklenburg-Vorpommern deutlich gestärkt. Das Gerät ermöglicht eine präzise Analyse der genetischen Beschaffenheit von Tumoren und soll individualisierte Krebstherapien mit optimierter Wirkung und reduzierten Nebenwirkungen ermöglichen.
Der Sequenzierer kann das Erbgut von bis zu 60 Personen innerhalb von 24 Stunden entschlüsseln. Er ist der erste seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern und wurde am Institut für Molecular Genomics mit der zugehörigen Core Unit Genomics installiert. Mit der Inbetriebnahme bringt die Universitätsmedizin die Genomsequenzierung erstmals in die klinische Patientenversorgung der Region. Patientinnen und Patienten mit onkologischen oder seltenen Erkrankungen erhalten künftig vor Ort Zugang zu modernsten diagnostischen Methoden, die eine frühere Erkennung und gezieltere Behandlung ermöglichen.
Die Universitätsmedizinen Greifswald und Rostock arbeiten bei der molekularen Medizin eng zusammen. Während Greifswald den Schwerpunkt auf die onkologische Sequenzierung legt, konzentriert sich Rostock auf die Genomsequenzierung bei seltenen Erkrankungen.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat das Projekt mit zwei Millionen Euro gefördert. Die Gesamtkosten für Gerät und Zubehör liegen bei rund 2,5 Millionen Euro. Wissenschaftsministerin Bettina Martin nahm an der Inbetriebnahme teil.
Die Maßnahme gilt als wichtiger Schritt für die Präzisionsmedizin in der Region. Sie soll die Versorgung von Krebspatienten verbessern und zugleich die Forschung sowie die Ausbildung junger Mediziner stärken.
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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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