HMF in Bienenfutter: Untersuchungen zeigen gute Einhaltung der Grenzwerte
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Ergebnisse der amtlichen Futtermittelüberwachung zum Gehalt von Hydroxymethylfurfural (HMF) in Bienenfuttermitteln veröffentlicht. Die Daten aus den Jahren 2021 bis 2024 bestätigen, dass die empfohlenen Orientierungswerte eingehalten werden und sich der positive Trend der Vorjahre fortsetzt.
HMF entsteht als Abbauprodukt aus Einfachzuckern (insbesondere Fructose) in Bienenfuttersirupen und -teigen, wenn diese hohen Temperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Hohe HMF-Gehalte können bei langfristiger Aufnahme – vor allem während der Winterfütterung – bienenschädlich wirken und in Extremfällen zum Verlust ganzer Völker führen.
Die amtliche Überwachung empfiehlt einen Orientierungswert von maximal 60 mg HMF pro Kilogramm Futtersirup zum Zeitpunkt der Auslieferung. Die Untersuchungsergebnisse der Bundesländer haben in den Jahren 2021 bis 2024 zu keiner Beanstandung geführt. Im Vergleich zu den Sonderprogrammen der Jahre 2018 bis 2020, bei denen 116 Proben untersucht wurden, war die Zahl der Proben in den Folgejahren zwar geringer (37 Proben), die Ergebnisse blieben jedoch ebenfalls unauffällig.
Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl, Präsidentin des BVL, erklärte, dass Honigbienen als Teil der biologischen Vielfalt für die Landwirtschaft und die Ernährung von großer Bedeutung seien. Die Einhaltung der empfohlenen Lagerbedingungen und die kontinuierliche Überwachung des HMF-Gehalts trügen dazu bei, dass Bienen gesund bleiben.

Um die Bildung von HMF zu minimieren, sollten Händler und Imker Futterzucker vor Temperaturen über 25 °C und direkter Sonneneinstrahlung schützen. Zudem sollte eine lange Lagerdauer bei höheren Temperaturen vermieden werden. Diese Maßnahmen helfen, die Bienen auch in den Wintermonaten sicher zu versorgen.
Das BVL hat gemeinsam mit Bund und Ländern, Wissenschaft und Wirtschaftsverbänden ein Merkblatt zur Vermeidung von HMF in Bienenfuttermitteln erstellt. Es steht auf der Internetseite des BVL zum Download bereit.
Hintergrund: Hydroxymethylfurfural (HMF) ist ein Abbauprodukt aus Einfachzuckern und kommt in kohlenhydrathaltigen Lebens- und Futtermitteln vor. Studien deuten darauf hin, dass erhöhte Gehalte für Honigbienen schädlich sind, insbesondere bei lang andauernder Exposition während der Winterfütterung. Die Überwachungsbehörden der Bundesländer untersuchen Futtermittel risikoorientiert auf unerwünschte Stoffe, einschließlich HMF. Die Ergebnisse fließen in die jährliche Futtermittelstatistik ein.
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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