HRK warnt vor Kürzungen bei EU-Forschungsmitteln
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat vor geplanten Kürzungen bei den EU-Mitteln für Forschung und Innovation gewarnt. Anlass sind die laufenden Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs über den nächsten Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034.
HRK-Präsident Professor Dr. Walter Rosenthal erklärte, dass Europa seine Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und gesellschaftliche Resilienz in einem von geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld stärken müsse. Dafür seien gemeinsame europäische Investitionen in Forschung und Entwicklung zentral.
Es sei das falsche Signal, wenn die EU-Kommission für das Haushaltsjahr 2027 weniger Mittel für das Förderprogramm Horizon Europe vorsehe als im Vorjahr. Ebenso problematisch sei es, dass die aktuelle Ratspräsidentschaft für den nächsten Finanzrahmen lediglich 148,6 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung vorschlage. Dies liege deutlich unter den von der Kommission geforderten 175 Milliarden Euro und der Forderung des EU-Parlaments in Höhe von 200 Milliarden Euro.
Gerade bei knapper werdenden Haushaltsmitteln müsse die europäische Zusammenarbeit in Forschung und Innovation Priorität haben. Kein Mitgliedstaat könne allein die notwendigen wissenschaftlichen Durchbrüche und technologischen Fähigkeiten hervorbringen.

Rosenthal appellierte an die Bundesregierung und die Mitglieder des Europäischen Parlaments, sich in den Haushaltsverhandlungen für eine Trendumkehr und eine ausreichende Stärkung der europäischen Investitionen in Forschung und Entwicklung einzusetzen.
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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