Fraunhofer IMM entwickelt neue Systeme für automatisierte Diagnostik
Das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme (IMM) präsentiert auf der medtech RLP zwei innovative Lösungen für die automatisierte Point-of-Care-Diagnostik und Laboranalytik.
Das CLIP-X-System ist eine mikrofluidische Plattform zur automatisierten Proteinanalytik mittels Chemilumineszenz-Immunoassay (CLIA). Es ermöglicht schnelle, spezifische und sensitive Nachweise einzelner Biomarker und soll aufwendige Laborprozesse deutlich vereinfachen. Das System ist flexibel anpassbar und eignet sich sowohl für die patientennahe Diagnostik als auch für Anwendungen in der Lebensmittelsicherheit und Pflanzengesundheit.
Zudem stellt das Institut den MICRO-HEAD vor – eine kompakte, modulare Plattform für die automatisierte Probenvorbereitung und Flüssigkeitshandhabung. Das System kombiniert Pipettierfunktionen mit mikrofluidischen Modulen und richtet sich besonders an kleine und mittlere Labore, die unter steigenden Probenzahlen und Fachkräftemangel leiden.

Mikrofluidische Systeme machetn komplexe diagnostische Prozesse kompakter und effizienter, sagte Benedict Martens vom Fraunhofer IMM. Dr. Tobias Gerling ergänzte, der MICRO-HEAD solle Laborautomation flexibler und wirtschaftlicher gestalten, ohne dass kleinere Labore in große, teure Anlagen investieren müssten.
Beide Entwicklungen stehen beispielhaft für die Arbeit des Fraunhofer IMM im Bereich Bioanalytik und Diagnostik. Die Systeme sollen Prozesse reproduzierbarer und anwenderfreundlicher machen.
Die Präsentation findet am 11. Juni 2026 auf der Begleitausstellung „Medizin, Technologie & Forschung“ in der Alten Lokhalle Mainz statt (Stand 19).
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
Gender-Hinweis. Die in diesem Text verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich immer gleichermaßen auf weibliche, männliche und diverse Personen. Auf eine Doppel/Dreifachnennung und gegenderte Bezeichnungen wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.




