Unimedizin Greifswald forscht erstmals im Weltraum

von | Juni 2, 2026 | Forschung, Gesundheit

Die Universitätsmedizin Greifswald startet ihr erstes Experiment im All. Auf der kommerziellen Raumstation HAVEN-1 soll untersucht werden, wie Schwerelosigkeit die Knochenbildung beeinflusst. Die Mission ist Teil eines Projekts, das auch der Hochschule Stralsund angehört.

Das Vorhaben konzentriert sich auf die Kommunikation zwischen Knochenzellen – insbesondere Osteozyten als Sensoren und Osteoblasten als knochenbildende Zellen. Ziel ist es, die Mechanismen des Knochenabbaus in der Schwerelosigkeit besser zu verstehen. Die Erkenntnisse sollen sowohl Astronauten als auch Patienten mit Osteoporose zugutekommen.

Das Missionslogo des Projektteams | Quelle: Foto: YURI GmbH | Copyright: YURI GmbH
Das Missionslogo des Projektteams | Quelle: Foto: YURI GmbH | Copyright: YURI GmbH

Die Forschenden setzen dabei auf 3D-Bioprinting und künstliche Gewebezüchtung, um biologische Modelle zu erstellen. Die Experimente im All werden mit Kontrollversuchen auf der Erde im Micro Gravity Research Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln verglichen.

Wissenschaftlicher Vorstand Karlhans Endlich bezeichnete das Projekt als Meilenstein für die Unimedizin und Vorpommern. Projektkoordinator Dr.-Ing. Frank Schulze hob die interdisziplinäre Zusammenarbeit hervor. Das Team habe sich in einem zweistufigen Auswahlverfahren der European Space Agency (ESA) und der Firma YURI GmbH gegen 18 Mitbewerber durchgesetzt.

Die kommerzielle Raumstation HAVEN-1 soll im ersten Halbjahr 2027 von SpaceX in den Orbit gebracht werden.

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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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