DGFG verzeichnet 2025 deutlichen Anstieg der Gewebespenden

von | Mai 29, 2026 | Forschung, Gesundheit

Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) hat im Jahr 2025 insgesamt 4.201 Gewebespenden realisieren können. Das entspricht einer Steigerung um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 88 Prozent der Spenden erfolgten unabhängig von einer Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod.

Mit 8.139 eingegangenen Augenhornhäuten blieb die Hornhaut das am häufigsten gespendete Gewebe. Insgesamt konnte die DGFG 9.789 Patientinnen und Patienten mit einem Gewebetransplantat versorgen, darunter 6.345 mit einem Hornhauttransplantat, 204 mit einer Herzklappe, 111 mit einem Blutgefäß und 3.129 mit einem Amnionpräparat aus der Plazentaspende.

4.201 Menschen haben in 2025 Gewebe gespendet - 12 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die DGFG veröffentlicht ihren Jahresbericht 2025 mit Zahlen zur Gewebespende. Bildrechte: Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation gGmbH Fotograf: DGFG
4.201 Menschen haben in 2025 Gewebe gespendet – 12 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die DGFG veröffentlicht ihren Jahresbericht 2025 mit Zahlen zur Gewebespende. Bildrechte: Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation gGmbH Fotograf: DGFG

Von 62.265 Meldungen potenzieller Spenderinnen und Spender führten 12.161 Aufklärungsgespräche zu 4.598 Zustimmungen, was einer Quote von 37,8 Prozent entspricht. In den meisten Fällen entschieden Angehörige anhand des mutmaßlichen Willens des Verstorbenen. Nur 31 Prozent der Verstorbenen hatten ihren Willen zu Lebzeiten schriftlich oder mündlich dokumentiert.

Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG, betonte die Bedeutung einer klaren Willensäußerung zu Lebzeiten. Ab dem 1. Juni 2026 erhalten Gewebeeinrichtungen das Recht, das Organspende-Register abzufragen. Die DGFG rechnet mit 60 bis 70 Abfragen pro Tag.

Der Bedarf an Herzklappen bleibt hoch. Die Vermittlungsstelle der DGFG erhielt 423 Anfragen, konnte jedoch nur 204 Herzklappen zur Verfügung stellen. Herzklappen aus Gewebespende werden vor allem bei kindlichen Herzfehlern oder zum Ersatz degenerierter oder infizierter Klappen eingesetzt und bieten Vorteile gegenüber mechanischen Klappen, da keine dauerhafte Blutverdünnung erforderlich ist.

Die DGFG setzt sich weiterhin für eine Steigerung der Gewebespenden ein, um den wachsenden Bedarf in der Patientenversorgung zu decken.

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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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