Bundeskonferenz in Köln diskutiert neue Wege zur Demenzprävention
Mit besseren Aufklärungsstrategien, stärkeren Strukturen und gezielter Risikoreduktion wollen Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis die Prävention von Demenz vorantreiben. Die 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) widmet sich am 22. April 2026 in Köln dem Thema „Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren“.
Derzeit leben rund 1,84 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland, die Zahl steigt weiter. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass bis zu 45 Prozent der Fälle durch konsequente Prävention verhindert oder deutlich verzögert werden könnten. Die ganztägige Konferenz bringt Fachleute zusammen, um aktuelle Erkenntnisse, erfolgreiche Praxisbeispiele und strategische Ansätze zu diskutieren. Ziel ist es, das Wissen über wirksame Präventionsmöglichkeiten in der Bevölkerung und bei Fachkräften deutlich zu verbessern.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erklärte vorab, dass jedes Jahr mehr als 400.000 Menschen in Deutschland an Demenz erkranken. Rund die Hälfte der Fälle könne durch Prävention vermieden oder hinausgezögert werden. Wichtig seien gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Rauchverzicht und die Nutzung von Früherkennungsangeboten.
Der kommissarische Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, Johannes Nießen, betonte zudem, Demenz sei kein unausweichliches Schicksal. Das Risiko wachse über viele Jahre. Entscheidend sei deshalb, Gesundheit bereits früh im Leben mitzudenken und den Alltag so zu gestalten, dass ein gesunder Lebensstil die leichtere Wahl werde.
Renommierte Experten geben auf der Konferenz wissenschaftliche Impulse zu Lebensgewohnheiten, individueller Risikoerkennung, Früherkennung und personalisierten Präventionsansätzen. Zu den Rednern gehören unter anderem Daniela Berg, Direktorin der Klinik für Neurologie Kiel und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Frank Jessen, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Köln, sowie René Thyrian vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen.
Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Fachkräfte und Multiplikatoren aus dem Bereich Demenz und Gesundheitsförderung.
Programm:
Gesund aktiv älter werden: Programm
Anmeldung:
Gesund aktiv älter werden: Anmeldung
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
Gender-Hinweis. Die in diesem Text verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich immer gleichermaßen auf weibliche, männliche und diverse Personen. Auf eine Doppel/Dreifachnennung und gegenderte Bezeichnungen wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.




