Tag der Organspende: Leberstiftung wirbt für mehr Spenderorgane

von | Juni 5, 2026 | Forschung, Gesundheit

Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ findet am ersten Juni-Wochenende der Tag der Organspende statt. Die zentrale Veranstaltung wird am 6. und 7. Juni in Leipzig zeitgleich mit dem Stadtfest ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen Informationen zur Organspende sowie Aktionen wie „Geschenkte Lebensjahre“. Die Deutsche Leberstiftung nutzt den Anlass, um auf die lebensrettende Bedeutung von Spenden für Patienten mit schweren Lebererkrankungen hinzuweisen.

Im Jahr 2025 haben die Organspendezahlen in Deutschland den höchsten Stand seit 2012 erreicht. Dennoch bleibt der Bedarf groß. Bundesweit wurden 823 Lebern transplantiert – nach Nieren das zweithäufigste postmortal gespendete Organ. Hunderte Patienten warten weiterhin auf eine lebensrettende Lebertransplantation, viele von ihnen in lebensbedrohlichem Zustand. Noch immer sterben Menschen, weil kein passendes Spenderorgan rechtzeitig verfügbar ist.

Organspendeausweis.Credits: Pixabay
Organspendeausweis.Credits: Pixabay

Gerd Böckmann, Vorsitzender des Vereins Lebertransplantierte Deutschland e. V. und stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, erhielt 2015 selbst eine Spenderleber. Der Apotheker setzt sich seither ehrenamtlich für Aufklärung und die Unterstützung Betroffener ein. Eine Lebertransplantation bedeute einen schweren Einschnitt im Leben. Für viele Patienten und Angehörige sei der Austausch mit Menschen, die diese Situation bereits bewältigt haben, besonders hilfreich, erklärte Böckmann.

Beim Tag der Organspende ist der Verein mit einem Informationsstand vertreten. Ein Höhepunkt ist die Aktion „Geschenkte Lebensjahre“, bei der Organempfänger die durch die Transplantation gewonnenen Jahre sichtbar machen. Böckmann wies darauf hin, dass auch ältere Menschen Organe spenden können – die älteste Spenderin in Deutschland war 98 Jahre alt.

Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, rief zu einer breiten gesellschaftlichen Diskussion über die Widerspruchslösung auf.

Weitere Informationen für Ärzte.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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