Gute Vitamin-D-Versorgung bei schwedischen Kleinkindern
Die Mehrheit der schwedischen Kleinkinder weist eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung auf. Kein Kind zeigte Anzeichen eines Mangels. Dennoch lag die Zufuhr bei einem Teil der Kinder unter dem empfohlenen Wert. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Studie mit über 1.800 Kindern in Schweden.
Die Untersuchung wertete Daten der nationalen Ernährungserhebung „Riksmaten småbarn“ aus den Jahren 2021 bis 2024 aus. Sie umfasste 1.074 Kinder im Alter von 18 Monaten und 746 Vierjährige. Es handelt sich um die erste detaillierte Analyse der Vitamin-D-Aufnahme und des Vitamin-D-Status nach der Ausweitung der obligatorischen Vitamin-D-Anreicherung in bestimmten Lebensmitteln im Jahr 2018.

16 Prozent der 18 Monate alten Kinder und 61 Prozent der Vierjährigen erreichten die durchschnittlich empfohlene tägliche Zufuhr von 7,5 Mikrogramm Vitamin D nicht über Nahrung und Vitamin-D-Tropfen. Dennoch hatten 93 Prozent der Jüngeren und 96 Prozent der Älteren ausreichende Vitamin-D-Spiegel im Blut.
Wichtigste Vitamin-D-Quellen für 18-Monatige waren Vitamin-D-Tropfen sowie angereicherte Milchprodukte, Breie und Getreideprodukte. Bei den Vierjährigen dominierten angereicherte Milchprodukte und Brotaufstriche.
Die Studie berücksichtigte auch den Klimafußabdruck der Vitamin-D-Lieferanten. Milchprodukte tragen wesentlich zur Vitamin-D-Versorgung bei, verursachen jedoch relativ hohe Treibhausgasemissionen. Angereicherte Brotaufstriche und pflanzliche Alternativen schnitten hier deutlich besser ab und gelten als klimafreundlichere Vitamin-D-Quellen.
André Hesselink, Diätassistent und Doktorand in klinischer Ernährung an der Universität Göteborg, erklärte, die Ergebnisse zeigten die große Bedeutung angereicherter Milchprodukte für die Vitamin-D-Versorgung, besonders nach dem Absetzen der Tropfen. Gleichzeitig biete die Ausweitung der Anreicherung die Chance, pflanzliche Alternativen stärker einzubinden und so den Klimafußabdruck der Ernährung zu senken.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nutrition Journal veröffentlicht und von Forschern der Universität Göteborg, der schwedischen Lebensmittelbehörde und RISE durchgeführt. Sie unterstreicht die Wirksamkeit der nationalen Anreicherungsstrategie und gibt Hinweise darauf, wie die Vitamin-D-Versorgung bei Kleinkindern weiter verbessert und gleichzeitig klimafreundlicher gestaltet werden kann.
Original paper:
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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