DGKL fordert Stärkung der Präventionsmedizin bei Hepatitis B und C
Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) hat sich bei Prof. Josef Hecken, dem unparteiischen Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), für eine deutliche Stärkung der Präventionsmedizin im Bereich der Hepatitis B und C (HBV/HCV) ausgesprochen. Das geht aus einem Austausch zwischen Hecken und der DGKL-Präsidentin Prof. Mariam Klouche sowie dem DGKL-Vorsitzenden Jan Wolter vom 20. Mai 2026 hervor.
Die DGKL plädiert insbesondere für eine Erweiterung der Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie. Dazu gehören eine bessere Risikostratifizierung, eine zielgruppenspezifische Ansprache von Risikogruppen sowie eine akzelerierte Überwachung bei Frauen mit erhöhtem Risiko.

Ein weiterer Themenschwerpunkt war das Zervixkarzinom. Die Fachgesellschaft spricht sich für eine bevölkerungsbasierte Screening-Strategie und einer stärkeren Einbeziehung jüngerer Frauen aus. Ziel ist es, die Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses weiter zu verbessern und die Qualitätssicherung der Untersuchungen zu stärken.
Die DGKL betonte in dem Austausch die zentrale Rolle labormedizinischer Kompetenz bei der Umsetzung moderner, risikoadaptierter Präventionsprogramme. Die Forderungen sollen in die weiteren Beratungen des G-BA einfließen.
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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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