TU München eröffnet neues Zentrum für Infektionsprävention
Die Technische Universität München (TUM) hat das neue Zentrum für Infektionsprävention (ZIP) eröffnet. Das interdisziplinäre Forschungszentrum soll resistente Erreger auch ohne Antibiotika besser kontrollieren und deren Verbreitung minimieren. Bund und Freistaat Bayern fördern das ZIP mit knapp 60 Millionen Euro.
Das Zentrum bündelt Kompetenzen aus Mikrobiologie, Immunologie, Bioinformatik, Proteomik und Biotechnologie. Es verbindet Grundlagenforschung mit translationalen Ansätzen und setzt auf den One-Health-Gedanken, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt gemeinsam betrachtet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Präventionsstrategien gegen multiresistente Keime.

Zu den geplanten Forschungsansätzen gehören unter anderem der Einsatz von Phagen – Viren, die gezielt Bakterien infizieren – sowie die Entwicklung personalisierter Strategien, bei denen bereits vor einer Therapie das individuelle Risiko für Infektionen mit resistenten Erregern ermittelt wird.
Der neue Sonderforschungsbereich soll langfristig dazu beitragen, die wachsende Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen einzudämmen. Experten gehen davon aus, dass bis 2050 weltweit bis zu zehn Millionen Menschen jährlich an Infektionen sterben könnten, bei denen herkömmliche Antibiotika versagen.
Die Eröffnung des ZIP stärkt den Life-Science-Standort Bayern und unterstreicht die Strategie der TUM, exzellente Forschung in Medizin, Life Sciences und Künstlicher Intelligenz enger zu verknüpfen. Das Zentrum wird auf einer Fläche von rund 2.700 Quadratmetern angesiedelt sein.
Lesen Sie auch:
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
Gender-Hinweis. Die in diesem Text verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich immer gleichermaßen auf weibliche, männliche und diverse Personen. Auf eine Doppel/Dreifachnennung und gegenderte Bezeichnungen wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.




