Niedersächsische Kammern warnen vor Honorarkürzungen in der Psychotherapie

von | März 20, 2026 | Forschung, Gesundheit, Politik

Die Ärztekammer Niedersachsen und die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen kritisieren die geplante Kürzung der Honorare in der ambulanten Psychotherapie scharf. Der GKV-Spitzenverband hatte am 11. März 2026 eine Absenkung um 4,5 Prozent beschlossen.

Die beiden Kammern erklären, dass die ambulante ärztliche und psychologische Psychotherapie kein Kostentreiber im Gesundheitssystem sei. Die niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie psychotherapeutisch tätigen Ärztinnen und Ärzte bewegten sich bereits im unteren Honorarbereich. Eine weitere Kürzung sei unverantwortlich und sende ein fatales Signal, zumal der Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen – weiter steige.

Symbolbild. Credits: Pixabay
Symbolbild. Credits: Pixabay

Die Kammern warnen, dass solche Kürzungen Chronifizierungen psychischer Erkrankungen fördern und Versorgungsengpässe, vor allem in ländlichen Regionen, verschärfen könnten. Die geplanten Strukturzuschläge könnten die Honorarabsenkung nicht ausreichend ausgleichen. Stattdessen müsse die psychotherapeutische Versorgung gestärkt und ausgebaut werden.

Die Informationen stammen aus einer gemeinsamen Stellungnahme der Ärztekammer Niedersachsen und der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen.

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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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