Li-Fraumeni-Syndrom: Studie zeigt Rolle des Immunsystems bei Krebsrisiko

von | Jan. 27, 2026 | Forschung, Gesundheit

Das Li-Fraumeni-Syndrom erhöht das Krebsrisiko stark. Zu diesem Schluss gelangt eine internationale Studie die zeigt, dass das Immunsystem sowohl das Alter, als auch die Form des Krebsausbruchs beeinflusst. Dies eröffnet Ansätze für personalisierte Versorgung. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift Lancet.

Das Syndrom entsteht durch Mutationen im TP53-Gen, das normalerweise vor Krebs schützt. Fast alle Betroffenen erkranken mindestens einmal an Krebs. Das Krebsrisiko variiert jedoch innerhalb von Familien. Forscher von Université Grenoble Alpes, Université de Rouen Normandie und Medizinischer Hochschule Hannover untersuchten Gründe dafür.

Die Forschenden aus Frankreich und Deutschland (von links): Emilie Montellier der Université Grenoble Alpes, MHH-Professor Christian Kratz, Gaëlle Bougeard der Université de Rouen Normandie sowie den verstorbenen Professor Pierre Hainaut. | Copyright: Elotine Photo, Christian Wyrwa/wyrwa fotografie, Gaëlle Bougeard, Thomas Bianchin.
Die Forschenden aus Frankreich und Deutschland (von links): Emilie Montellier der Université Grenoble Alpes, MHH-Professor Christian Kratz, Gaëlle Bougeard der Université de Rouen Normandie sowie den verstorbenen Professor Pierre Hainaut. | Copyright: Elotine Photo, Christian Wyrwa/wyrwa fotografie, Gaëlle Bougeard, Thomas Bianchin.

Das Immunsystem erkennt veränderte TP53-Proteine bei einigen Mutationen. Diese Varianten führen zu späterem Krebsausbruch und selteneren Erkrankungen an Knochen- oder Weichteilsarkomen. Das Risiko sinkt insgesamt, da das Immunsystem abnormales Protein als Fragment erkennt.

Die Studie hat keine direkten Auswirkungen auf die Behandlung. Sie deutet jedoch auf personalisierte Überwachung und Prävention hin, basierend auf TP53-Variante und Immunstatus. Dies könnte auch für andere erbliche Krebserkrankungen gelten.

Original Paper:

Neoantigenic properties of TP53 variants influence cancer risk in individuals with Li-Fraumeni syndrome – eBioMedicine


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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