ZB MED: Förderung für OLSPub abgelehnt, neuer Antrag für Datenresilienz eingereicht
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Förderantrag für das Projekt OLSPub von ZB MED, das eine offene Alternative zu PubMed entwickeln soll, abgelehnt. Trotz positiver Bewertung der technischen Konzeption bemängelten Gutachter die Governance-Struktur und die internationale Einbindung. ZB MED hat daraufhin einen neuen Antrag im Rahmen eines DFG-Programms zur Sicherung gefährdeter Datenbestände und Datenresilienz eingereicht, über den noch 2025 entschieden wird.

OLSPub zielt auf eine unabhängige, nachhaltige Forschungsinfrastruktur für die Lebenswissenschaften in Europa ab. Der neue Antrag fokussiert sich auf die Sicherung von Daten, ein Teilaspekt von OLSPub, und berücksichtigt die Kritik durch eine stärkere europäische Verankerung. Zusätzlich sucht ZB MED weitere Finanzierung durch Spenden und Fundraising, um Partner aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft einzubinden.
Die Ablehnung des ersten Antrags führt ZB MED eigenen Angaben zufolge dazu, alternative Wege zu prüfen, um die europäische Forschungssouveränität voranzutreiben. Langfristig soll eine verteilte Finanzierung eine umfassende Infrastruktur sichern, die Offenheit, Transparenz und digitale Souveränität in der Wissenschaft fördert.
Weiterführende Informationen:
OLSPub | ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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