Sparvorschläge bedrohen ärztliche Versorgung in Bremen und Bremerhaven

von | Apr. 13, 2026 | Forschung, Gesundheit

Die Ärztekammer Bremen warnt vor einer Verschlechterung der medizinischen Versorgung durch die Sparvorschläge der Finanzkommission Gesundheit. Die Hauptlast der geplanten Kürzungen trage das ärztliche und pflegerische Personal.

Die Vorschläge der Bundesregierung versuchten, politische Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte kurzfristig auf dem Rücken von Leistungserbringern und Versicherten auszugleichen, erklärte die Kammer. Konkret sei vorgesehen, die Pflegepersonalkosten wieder in das DRG-System einzugliedern und auf die Refinanzierung von Tarifsteigerungen zu verzichten. Gute Arbeitsbedingungen und wertschätzende Tarifabschlüsse seien jedoch notwendig, um Personal in der Versorgung zu halten. Kürzungen an dieser Stelle würden langfristig zu Abwanderung führen.

Symbolbild. Credits: Pixabay
Symbolbild. Credits: Pixabay

Auch im ambulanten Bereich seien direkte Honorarkürzungen geplant. Dazu gehöre die Streichung der zusätzlichen Vergütungsregelungen für vermittelte und kurzfristige Termine im Rahmen der Terminservicestellen. Damit entfalle der Anreiz, zusätzliche Kapazitäten in der ambulanten Versorgung bereitzustellen. Zu befürchten sei, dass Patientinnen und Patienten entweder auf eine Behandlung verzichteten oder die bereits überlasteten Notaufnahmen aufsuchten.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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