Preisträger des Preises Biochemische Analytik (DGKL), die später einen Nobelpreis erhielten

von | Jan. 15, 2026 | Forschung

Der Preis Biochemische Analytik der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) wird seit 1970 verliehen und würdigt herausragende Arbeiten in der biochemischen und molekularen Analytik. Mehrere Preisträger haben später einen Nobelpreis erhalten (der DGKL-Preis kam immer vorher).

Logo der Nobelstiftung. Foto: Gemeinfrei
Logo der Nobelstiftung. Foto: Gemeinfrei

Hier die betroffenen Preisträger (basierend auf der Liste von der angegebenen Seite, chronologisch sortiert):

JahrPreisträgerNobelpreis-Jahr und KategorieBegründung des Nobelpreises
1980Walter Gilbert1980 (Chemie)Für Beiträge zur Bestimmung von Basensequenzen in Nukleinsäuren (gemeinsam mit Frederick Sanger und Paul Berg)
1980Frederick Sanger1980 (Chemie)Dasselbe wie oben (Sanger erhielt zudem 1958 einen zweiten Nobelpreis für Proteinsequenzierung)
1982César Milstein
Georges J. F. Köhler
1984 (Physiologie oder Medizin)Für die Entdeckung des Prinzips zur Produktion monoklonaler Antikörper
1990Kary B. Mullis1993 (Chemie)Für die Erfindung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR)
1995Gregory P. Winter2018 (Chemie)Für die Phagen-Display-Technik zur Evolution von Antikörpern (gemeinsam mit George P. Smith und Frances H. Arnold)
2011Svante Pääbo2022 (Physiologie oder Medizin)Für Entdeckungen zur Genome von ausgestorbenen Homininen und der menschlichen Evolution
2017Emmanuelle Charpentier2020 (Chemie)Für die Entwicklung der CRISPR-Cas9-Genschere (gemeinsam mit Jennifer A. Doudna)

Fazit:
Von den bisherigen Preisträgern (bis 2024) haben sieben Personen (aus sechs Verleihungen) später einen Nobelpreis erhalten. Quellen der DGKL und Nobelstiftung erwähnen oft stolz, dass bis zu sechs oder mehr dieser Preisträger Nobelpreisträger wurden – die genaue Zahl variiert je nach Zählung (z. B. Sanger und Gilbert im selben Jahr).

Andere Preisträger wie Alec J. Jeffreys (1988, Erfinder des genetischen Fingerabdrucks) oder Matthias Mann (2006) sind hochdekoriert, haben aber keinen Nobelpreis erhalten. Neuere Preisträger (z. B. ab 2019) haben naturgemäß noch keinen Nobelpreis.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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