Preisträger des Preises Biochemische Analytik (DGKL), die später einen Nobelpreis erhielten
Der Preis Biochemische Analytik der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) wird seit 1970 verliehen und würdigt herausragende Arbeiten in der biochemischen und molekularen Analytik. Mehrere Preisträger haben später einen Nobelpreis erhalten (der DGKL-Preis kam immer vorher).
Hier die betroffenen Preisträger (basierend auf der Liste von der angegebenen Seite, chronologisch sortiert):
| Jahr | Preisträger | Nobelpreis-Jahr und Kategorie | Begründung des Nobelpreises |
|---|---|---|---|
| 1980 | Walter Gilbert | 1980 (Chemie) | Für Beiträge zur Bestimmung von Basensequenzen in Nukleinsäuren (gemeinsam mit Frederick Sanger und Paul Berg) |
| 1980 | Frederick Sanger | 1980 (Chemie) | Dasselbe wie oben (Sanger erhielt zudem 1958 einen zweiten Nobelpreis für Proteinsequenzierung) |
| 1982 | César Milstein Georges J. F. Köhler | 1984 (Physiologie oder Medizin) | Für die Entdeckung des Prinzips zur Produktion monoklonaler Antikörper |
| 1990 | Kary B. Mullis | 1993 (Chemie) | Für die Erfindung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) |
| 1995 | Gregory P. Winter | 2018 (Chemie) | Für die Phagen-Display-Technik zur Evolution von Antikörpern (gemeinsam mit George P. Smith und Frances H. Arnold) |
| 2011 | Svante Pääbo | 2022 (Physiologie oder Medizin) | Für Entdeckungen zur Genome von ausgestorbenen Homininen und der menschlichen Evolution |
| 2017 | Emmanuelle Charpentier | 2020 (Chemie) | Für die Entwicklung der CRISPR-Cas9-Genschere (gemeinsam mit Jennifer A. Doudna) |
Fazit:
Von den bisherigen Preisträgern (bis 2024) haben sieben Personen (aus sechs Verleihungen) später einen Nobelpreis erhalten. Quellen der DGKL und Nobelstiftung erwähnen oft stolz, dass bis zu sechs oder mehr dieser Preisträger Nobelpreisträger wurden – die genaue Zahl variiert je nach Zählung (z. B. Sanger und Gilbert im selben Jahr).
Andere Preisträger wie Alec J. Jeffreys (1988, Erfinder des genetischen Fingerabdrucks) oder Matthias Mann (2006) sind hochdekoriert, haben aber keinen Nobelpreis erhalten. Neuere Preisträger (z. B. ab 2019) haben naturgemäß noch keinen Nobelpreis.
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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