Pharma Deutschland kritisiert EU-USA-Zollabkommen und weist auf Versorgungsrisiken hin

von | Aug. 25, 2025 | Politik

Pharma Deutschland hält an seiner Kritik am neuen EU-USA-Handelsabkommen fest, das einen Importzoll von 15 Prozent auf Arzneimittel aus der EU vorsieht. Der Verband sieht trotz einer gewissen Planungssicherheit durch die Zollobergrenze ein strukturelles Risiko für die internationale Gesundheitsversorgung und die europäische Pharmaindustrie.

Symbolbild. Credits: cottonbrow studio/pexels
Symbolbild. Credits: cottonbrow studio/pexels

Die Einführung des Zolls beende den bisherigen Nullzoll-Pakt, der die Wettbewerbs- und Innovationskraft der Branche sowie die europäische Arzneimittelstrategie gestärkt habe, insbesondere in Krisenzeiten. Pharma Deutschland fordert gezielte Gegenmaßnahmen, darunter weitere Verhandlungen, um Arzneimittel wieder vollständig von Zöllen auszunehmen, sowie eine Handelspolitik, die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sichert. Die laufenden Section-232-Untersuchungen in den USA bieten laut Verband eine Gelegenheit, die Bedeutung der Zollfreiheit für die globale Arzneimittelversorgung zu betonen.

Pharma Deutschland, der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland, vertritt rund 400 Unternehmen mit etwa 80.000 Beschäftigten. Diese stellen fast 80 Prozent der rezeptfreien und zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel in deutschen Apotheken bereit.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

Gender-Hinweis. Die in diesem Text verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich immer gleichermaßen auf weibliche, männliche und diverse Personen. Auf eine Doppel/Dreifachnennung und gegenderte Bezeichnungen wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.