Neuer Präsident der DGKN: Surges setzt auf mobile Neuromedizin
Prof. Rainer Surges, Direktor der Klinik und Poliklinik für Epileptologie am Universitätsklinikum Bonn, hat das Amt des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) übernommen.
Unter seiner Leitung will die Fachgesellschaft die digitale Neuromedizin aktiv mitgestalten und mobile Gesundheitstechnologien in Forschung, Klinik und Patientenversorgung stärker vorantreiben. Ziel ist eine individuellere Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen.
Schwerpunkt seiner einjährigen Amtszeit ist die Integration mobiler Technologien. Dazu gehören die Mitgestaltung von Standards, die Diskussion von Qualität und Datenschutz, neue Fortbildungsangebote zu KI und Daten sowie ein intensiverer Austausch mit Kostenträgern und Behörden.

Der von Surges als Kongresspräsident geleitete DGKN-Kongress für Klinische Neurowissenschaften 2027 steht unter dem Motto „Smarte Technologien machen mobil“. Er soll das Potenzial digitaler und mobiler Anwendungen in den Mittelpunkt stellen und dient als Plattform für den interdisziplinären Austausch zwischen Neurologie, Neurochirurgie, Psychiatrie, Psychologie, Medizintechnik, IT und Ingenieurwissenschaften.
Surges betont die Notwendigkeit innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen. Vorstudien zur Validierung mobiler Technologien sollten erleichtert, der Zugang zu medizinischen Daten vereinfacht und Zulassungsverfahren beschleunigt werden. Die europäische Medical Device Regulation stelle derzeit selbst für frühe Machbarkeits- und Akzeptanzstudien hohen Aufwand und Kosten dar. Zudem müsse geklärt werden, wie ärztliche Leistungen im Kontext digitaler Technologien angemessen vergütet werden können.
Die DGKN fördert Innovationen in der Hirnforschung und sichert Qualitätsstandards durch Aus-, Weiterbildung und Zertifizierung neurophysiologischer sowie bildgebender Verfahren. Surges will die Gesellschaft zu einem zentralen Akteur bei der verantwortungsvollen Digitalisierung der Klinischen Neurophysiologie machen.
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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