Neue Plattform Synthesizer revolutioniert Materialdesign
Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität München haben die Plattform Synthesizer entwickelt, die automatisierte chemische Synthese, Hochdurchsatz-Charakterisierung und datengetriebene Modellierung in einem offenen System verbindet. Das Tool ermöglicht eine präzise Steuerung des Wachstums von Nanokristallen und die Herstellung von Materialien mit maßgeschneiderten optischen Eigenschaften.

Unter Leitung von Professor Alexander Urban entstand Synthesizer im Rahmen des Exzellenzclusters e-conversion. Erstmals schließt die modulare Plattform die gesamte Kette von der Synthese bis zur KI-gestützten Ableitung von Designregeln. Im Fokus stehen Halid-Perowskite, deren optische Eigenschaften wie Farbe, Helligkeit und Emissionsbreite für Anwendungen in LEDs, Solarzellen und Sensoren entscheidend sind. Schon kleinste Unterschiede in Größe, Form und Struktur der Nanokristalle beeinflussen die Lichtemission.
Die Plattform automatisiert die Herstellung von Varianten, charakterisiert sie optisch und lässt ein KI-Modell lernen, welche Parameter zu gewünschten Eigenschaften führen. Synthesizer ist flexibel, erweiterbar und prinzipiell für andere Materialklassen geeignet. Das LMU-Team stellt die Plattform frei verfügbar und integriert sie derzeit in die Laborroutine. Die Ergebnisse wurden in Advanced Materials publiziert.
Original Paper:
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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