Microsoft treibt Loslösung von OpenAI voran
Microsoft stellt seine KI Strategie neu auf und arbeitet mit Hochdruck daran, Copilot technologisch unabhängiger von OpenAI zu machen. Das bestätigte Mustafa Suleyman, Chef von Microsoft AI, in einem Interview mit der Financial Times. Ziel sei es, „echte Eigenständigkeit“ im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu erreichenn.
Suleyman kündigte an, dass Microsoft bereits an eigenen KI Grundmodellen arbeitet, die „an der absoluten Spitze“ stehen sollen. Erste Modelle könnten noch in diesem Jahr erscheinen. Dafür investiert der Konzern massiv in Rechenzentren, Datensätze und eigene KI Chips wie den MAIA 200.

Partnerschaft mit OpenAI wird gelockert
Obwohl Microsoft weiterhin bis 2032 Zugang zu den neuesten GPT Modellen besitzt und eine milliardenschwere Beteiligung hält, wurde die enge Bindung an OpenAI 2025 neu verhandelt. Beide Unternehmen erhielten dadurch mehr operative Freiheit. Laut Suleyman war die Neuordnung Voraussetzung dafür, dass Microsoft wieder eigenständig an AGI Modellen arbeiten kann.
Die strategische Neuausrichtung fällt in eine Phase, in der OpenAI laut Berichten unter erheblichem finanziellen Druck steht. 2026 sollen mehr als 80 Milliarden US Dollar an aufgeschobenen Zahlungen fällig werden, darunter Verpflichtungen aus einem Großvertrag mit Microsoft
Kurzfristig bleibt Copilot weiterhin auf GPT Modelle gestützt. Mittelfristig dürfte Microsoft jedoch verstärkt eigene Modelle integrieren, um Risiken zu reduzieren und die Kontrolle über zentrale KI Technologien zu erhöhen.
Der Artikel erschien im Original bei LabNews Media LLC
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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