Li-Fraumeni-Syndrom: Studie zeigt Rolle des Immunsystems bei Krebsrisiko
Das Li-Fraumeni-Syndrom erhöht das Krebsrisiko stark. Zu diesem Schluss gelangt eine internationale Studie die zeigt, dass das Immunsystem sowohl das Alter, als auch die Form des Krebsausbruchs beeinflusst. Dies eröffnet Ansätze für personalisierte Versorgung. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift Lancet.
Das Syndrom entsteht durch Mutationen im TP53-Gen, das normalerweise vor Krebs schützt. Fast alle Betroffenen erkranken mindestens einmal an Krebs. Das Krebsrisiko variiert jedoch innerhalb von Familien. Forscher von Université Grenoble Alpes, Université de Rouen Normandie und Medizinischer Hochschule Hannover untersuchten Gründe dafür.

Das Immunsystem erkennt veränderte TP53-Proteine bei einigen Mutationen. Diese Varianten führen zu späterem Krebsausbruch und selteneren Erkrankungen an Knochen- oder Weichteilsarkomen. Das Risiko sinkt insgesamt, da das Immunsystem abnormales Protein als Fragment erkennt.
Die Studie hat keine direkten Auswirkungen auf die Behandlung. Sie deutet jedoch auf personalisierte Überwachung und Prävention hin, basierend auf TP53-Variante und Immunstatus. Dies könnte auch für andere erbliche Krebserkrankungen gelten.
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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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