Jochen Schmitt erhält Deutschen Krebspreis 2026 für Versorgungsforschung

von | Apr. 1, 2026 | Forschung, Gesundheit

Prof. Jochen Schmitt, Leiter des Zentrums für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, wird mit dem Deutschen Krebspreis 2026 in der Kategorie Versorgungsforschung ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgt für das Projekt WiZEN, das erstmals mit breiter Datenbasis einen Überlebensvorteil für Krebspatienten in zertifizierten onkologischen Zentren nachweist.

Das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Projekt WiZEN verglich die Behandlungsergebnisse von Krebspatienten in zertifizierten Zentren mit denen in nicht zertifizierten Krankenhäusern. Die Auswertung bundesweiter GKV-Routinedaten und Krebsregisterdaten ergab für alle untersuchten Krebsarten konsistente Vorteile zugunsten der Behandlung in zertifizierten Einrichtungen. Zudem zeigte die Studie, dass die Versorgung in diesen Zentren auch kosteneffizient ist.

Professor Jochen Schmitt, Leiter des Zentrums für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, erhält den Deutschen Krebspreis 2026 in der Kategorie Versorgungsforschung. | Quelle: UKDD_Wiegand
Professor Jochen Schmitt, Leiter des Zentrums für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, erhält den Deutschen Krebspreis 2026 in der Kategorie Versorgungsforschung. | Quelle: UKDD_Wiegand

Die Ergebnisse liefern erstmals einen methodisch robusten Beleg dafür, dass Zertifizierungen von onkologischen Zentren nicht nur theoretisch sinnvoll sind, sondern Patienten einen messbaren Nutzen bringen. Sie geben Betroffenen eine wichtige Orientierung bei der Wahl des Behandlungsortes.

Prof. Jochen Schmitt wird für seine langjährigen Verdienste um die Versorgungsforschung in der Onkologie geehrt. Unter seiner Leitung entstand die WiZEN-Studie, die zeigt, wie Versorgungsforschung unmittelbar die Praxis verbessern kann – von der methodischen Grundlagenarbeit bis zur Erprobung evidenzbasierter Versorgungsmodelle.

Der Deutsche Krebspreis wird seit 1986 jährlich von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung vergeben. In der Kategorie Versorgungsforschung ist er seit 2025 fest etabliert und mit 7.500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 19. Juni 2026 in Berlin statt.

Das Universitätsklinikum Dresden und die Medizinische Fakultät der TU Dresden würdigten die Auszeichnung als Anerkennung der engen Verknüpfung von Forschung und Patientenversorgung in Dresden. Prof. Schmitt ist unter anderem Mitglied im Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege sowie Vorstandsmitglied des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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