Elektronische Patientenakte: Hohe Bekanntheit, geringe Nutzung
Ein Jahr nach Einführung der elektronischen Patientenakte nutzen nur knapp 20 Prozent der Bevölkerung das Angebot, obwohl rund 80 Prozent davon wissen. Eine Umfrage von Civey im Auftrag von Pharma Deutschland zeigt, dass besonders Menschen zwischen 18 und 29 Jahren mit 28,7 Prozent die Akte einsetzen, gefolgt von Bewohnern Ostdeutschlands mit 24 Prozent und Männern mit 22,1 Prozent.

Die geringe Nutzung verhindert Vorteile wie vereinfachte Krankengeschichten, bessere Erkennung von Wechselwirkungen und Fortschritte in Forschung durch pseudonymisierte Daten. Vollständige Informationen in der Akte erleichtern Diagnosen und Therapien in Praxen, Kliniken und Apotheken. Die Pharmaindustrie entwickelt digitale Services auf Basis solcher Daten für personalisierte Versorgung.
Die Umfrage basiert auf 5000 repräsentativen Antworten und wird regional differenziert ausgewertet. Pharma Deutschland vertritt 400 Unternehmen mit 80.000 Beschäftigten, die den Großteil der Arzneimittel bereitstellen.
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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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