Drei Millionen Euro für KI-„Abschlussexamen“ in der medizinischen Bildgebung

von | März 19, 2026 | Forschung, Gesundheit

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert ein neues Projekt, das Künstliche Intelligenz gezielt auf die dringendsten klinischen Herausforderungen in der bildgebenden Diagnostik ausrichten soll. Forschende um Lena Maier-Hein vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg haben das Konzept „MEDAL“ (Medical Imaging AGI’s Last Exam) entwickelt.

Das Vorhaben baut eine weltweit einzigartige Sammlung realer klinischer Fragestellungen samt multimodalen Bilddaten auf. Experten weltweit sind aufgerufen, Vorschläge einzureichen – darunter Daten aus CT- und MRT-Bildgebung, Pathologie sowie Operationsvideos. Unter den ausgewählten Aufgaben wird ein Preisgeld von einer Million Euro verteilt.

Symbolbild. Credits: Pixabay
Symbolbild. Credits: Pixabay

In Heidelberg entsteht derzeit ein internationales Expertengremium aus Klinikern, Datenwissenschaftlern, Patientenvertretern und KI-Forschern. Es soll die eingereichten Vorschläge bewerten und diejenigen auswählen, die für Patienten den größten Nutzen versprechen. So entsteht eine Art „Abschlussexamen“ für künstliche allgemeine Intelligenzsysteme in der Medizin.

Aktuelle KI-Entwicklungen orientieren sich häufig an leicht verfügbaren Daten und einfachen Routineaufgaben statt an komplexen medizinischen Problemen. MEDAL soll das ändern, den klinischen Fortschritt objektiv messbar machen und Ressourcen auf die wirklich relevanten Herausforderungen lenken – von der Früherkennung über Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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