Bündelung von RACOON und SPP2177 revolutioniert KI-gestützte Radiologie

Das deutschlandweite Netzwerk RACOON und das Schwerpunktprogramm SPP2177 bündeln ihre Kräfte, um die Auswertung radiologischer Bilddaten durch Künstliche Intelligenz (KI) zu beschleunigen und zu verfeinern. Ziel ist es, Diagnostik und Therapie durch neuartige, KI-gestützte Methoden entscheidend zu verbessern. Die Kooperation vereint die Expertise von Universitätsradiologien, Forschungsinstituten und KI-Experten, um die medizinische Bildgebung auf ein neues Niveau zu heben.
RACOON vernetzt seit 2020 alle 38 deutschen Universitätsradiologien mit fast 400 Mitarbeitenden. Zusammen mit Partnern wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum, dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS und der Technischen Universität Darmstadt schafft RACOON eine Infrastruktur, die radiologische Daten sowohl lokal als auch zentral analysierbar macht. Diese Plattform ermöglicht groß angelegte, datenschutzkonforme Forschungsprojekte, die Erkenntnisse zu Krankheitsverläufen und Therapieansätzen liefern.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützte Schwerpunktprogramm SPP2177 „Radiomics“ ergänzt diese Infrastruktur durch die Entwicklung fortschrittlicher Bildanalyse-Algorithmen. In über 15 Teilprojekten arbeiten Forschende daran, den diagnostischen und prognostischen Wert medizinischer Bildgebung zu steigern. Dabei kommen KI-Technologien und Deep Learning zum Einsatz, um große Datenmengen in Sekundenschnelle nach Mustern zu durchsuchen. Erkenntnisse aus der NAKO-Gesundheitsstudie fließen in diese Analysen ein, um vergleichbare Fälle, Krankheitsverläufe und passende Therapien zu identifizieren.
Die Kooperation ermöglicht die Integration der im SPP2177 entwickelten Softwarelösungen in die RACOON-Infrastruktur, vergleichbar mit einem „App-Store“ für radiologische Anwendungen. Dies soll die Anwendung KI-basierter Werkzeuge in der klinischen Praxis beschleunigen und individualisierte Behandlungsansätze fördern. Die Zusammenarbeit, die Anfang 2025 startete, wird aus bestehenden Mitteln finanziert, und erste SPP-Projekte sollen bis Ende 2025 in das RACOON-Netzwerk integriert sein.
Die Partnerschaft verspricht, die medizinische Forschung und Versorgung nachhaltig zu verbessern, indem sie präzise Diagnosen und personalisierte Therapien für eine Vielzahl von Erkrankungen ermöglicht, bei denen bildgebende Verfahren eine Rolle spielen.
Weiterführende Informationen:
RACOON – Radiological Cooperative Network
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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