App bietet Krebspatienten kognitive Verhaltenstherapie gegen Schlafstörungen

von | März 25, 2026 | Forschung, Gesundheit

Bis zu 60 Prozent der Krebsüberlebenden leiden unter Schlafstörungen. Eine neue Smartphone-App soll ihnen nun evidenzbasierte Hilfe bieten. Forscher der Memorial University in Neufundland starten eine landesweite klinische Studie zur App iCANSleep, die kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (CBT-I) direkt auf das Handy bringt.

Die App liefert personalisierte Therapiemodule, Schlaftagebücher und maßgeschneiderte Empfehlungen. Sie ist in Englisch und Französisch verfügbar und richtet sich an Krebsüberlebende, die unter Schlafproblemen leiden. Die Studie soll die Wirksamkeit der App bei der Verbesserung der Schlafqualität, Reduktion von Tagesmüdigkeit und Steigerung der Lebensqualität prüfen.

„Insomnie ist eine der häufigsten und belastendsten Nebenwirkungen bei Krebspatienten. Mit iCANSleep bringen wir die Goldstandard-Therapie CBT-I direkt zu den Betroffenen – ohne lange Wartezeiten, unabhängig von Wohnort oder Kosten“, sagte Studienleiterin Dr. Sheila Garland, Professorin für Psychologie und Onkologie an der Memorial University und Präsidentin der Canadian Association of Psychosocial Oncology.

Schlaf senkt das Demenzrisiko erheblich. Symbolbild. Credits: Pixabay
Schlaf senkt das Demenzrisiko erheblich. Symbolbild. Credits: Pixabay

Die App ermöglicht es den Nutzern, in eigenem Tempo strukturierte Module zu bearbeiten und ihren Schlafverlauf zu tracken. Die klinische Studie läuft mehrere Wochen, während derer die Teilnehmer die App nutzen und regelmäßig Feedback geben.

„Digitale Lösungen wie iCANSleep sind die Zukunft der unterstützenden Krebsversorgung. Wir können damit deutlich mehr Menschen erreichen und ihnen hochwertige, evidenzbasierte Hilfe genau dann und dort anbieten, wo sie sie brauchen“, so Garland weiter.

Die Studie wird von der Canadian Cancer Society finanziert und ist eine Kooperation von Psychologen, Onkologen, Schlafmedizinern und Digital-Health-Experten. Krebsüberlebende mit Schlafstörungen können sich für die Teilnahme anmelden.

Der Artikel erschien im Original bei LabNews.io

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I Can Sleep


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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