4.000 Ärzte fordern Zuckersteuer – „Klingbeil muss Vorschlag vorlegen“
Rund 4.000 Ärzte fordern die rasche Einführung einer Zuckersteuer auf stark zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel. Bundesfinanzminister Klingbeil soll dazu umgehend einen konkreten Vorschlag vorlegen.
Die Mediziner sehen in einer solchen Abgabe ein wirksames Instrument gegen die wachsende Adipositas-Epidemie und die damit verbundenen Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Leiden und bestimmte Krebsarten. Eine Zuckersteuer könne den Konsum gesundheitsschädlicher Produkte senken und gleichzeitig Einnahmen für Präventionsmaßnahmen im Gesundheitswesen generieren.

Die Initiative reiht sich ein in frühere Forderungen der Bundesärztekammer und anderer Fachgesellschaften, die höhere Steuern auf gesundheitsschädliche Genussmittel als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Finanzierungsstrategie für die gesetzliche Krankenversicherung sehen. Die Ärzte betonen, dass eine solche Steuer nicht nur präventiv wirke, sondern langfristig auch die Volkswirtschaft entlaste.
Bislang hat das Bundesfinanzministerium keine konkreten Pläne für eine Zuckersteuer vorgelegt. Die Forderung der Mediziner dürfte die Debatte um eine gesündere Ernährungspolitik und die Finanzierung des Gesundheitssystems weiter anheizen.
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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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