Dresden: Rund 5000 Menschen bilden Kette zum Gedenken an Bombardierung vor 81 Jahren

von | Feb. 16, 2026 | Politik

Rund 5000 Menschen haben am 13. Februar 2026 in der Dresdner Innenstadt eine Menschenkette gebildet, um an die Zerstörung der Stadt durch alliierte Luftangriffe vor 81 Jahren zu erinnern und ein Zeichen für Demokratie, Frieden und Solidarität zu setzen. Die Kette schloss sich um 18.00 Uhr unter dem Läuten der Kirchenglocken.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Gemeinsam Haltung zeigen. Jeden Tag“. Sie wurde von Prof. Ursula M. Staudinger, Rektorin der Technischen Universität Dresden und Anmelderin der Menschenkette, gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden initiiert. Staudinger betonte, die Kette sei ein starkes Signal der gemeinsamen Verantwortung angesichts der Verbrechen des NS-Regimes für eine offene Gesellschaft, Solidarität und respektvolles Miteinander in Vielfalt. Demokratie sei keine Selbstverständlichkeit und lebe vom aktiven Eintreten der Menschen für ihre Werte.

„Haltung zeigen – jeden Tag“: TUD-Rektorin Prof.in Ursula M. Staudinger reiht sich am Kulturpalast zusammen mit u. a. Staatsminister Armin Schuster (li.) in die Menschenkette ein. | Quelle: Sven Ellger | Copyright: Sven Ellger / TU Dresden
„Haltung zeigen – jeden Tag“: TUD-Rektorin Prof.in Ursula M. Staudinger reiht sich am Kulturpalast zusammen mit u. a. Staatsminister Armin Schuster (li.) in die Menschenkette ein. | Quelle: Sven Ellger | Copyright: Sven Ellger / TU Dresden 

Ab 17.00 Uhr hatten sich zahlreiche Teilnehmer vor dem Kulturpalast zum traditionellen Bürgersingen versammelt. In Ansprachen hoben Dresdens Erster Bürgermeister Jan Donhauser, Rektorin Staudinger sowie Rachel Lancaster, Lord Mayor der Partnerstadt Coventry, die Bedeutung des 13. Februar als Tag der Mahnung, Erinnerung und gemeinsamen Verantwortung für Demokratie und Menschenrechte hervor.

Die Menschenkette, die seit 2010 jährlich stattfindet, richtet sich gegen Krieg, Gewalt und eine politische Instrumentalisierung des Gedenktags. Teilnehmer kamen aus Dresden und dem In- und Ausland, darunter Vertreter der Partnerstadt Coventry.

Die Bombardierung Dresdens vom 13. bis 15. Februar 1945 forderte etwa 25.000 Tote und zerstörte weite Teile der historischen Altstadt.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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