Studie: KlangKunst zur Stressreduktion und Bindungsförderung in Risikoschwangerschaften
Ein neues multizentrisches Forschungsprojekt untersucht die Wirksamkeit von Kunst- und Musiktherapie bei Schwangeren mit medizinischen Komplikationen. Ziel ist es, den mütterlichen Stress während stationärer Aufenthalte zu senken und die pränatale Bindung zwischen Mutter und Kind zu stärken. Das Projekt „KlangKunst – Pränatale Bindungsförderung durch Kunst- und Musiktherapie“ wird von der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, der Universitätsmedizin Essen und der MSH Medical School Hamburg durchgeführt und folgt einem randomisiert-kontrollierten Studiendesign.
Schwangerschaften mit Komplikationen gehen häufig mit hoher psychischer Belastung einher – durch Unsicherheit, körperliche Einschränkungen, stationäre Aufenthalte und Sorge um das Kind. Dieser Stress wirkt sich negativ auf Mutter und Kind aus. Das Projekt setzt hier an: Kunst- und musiktherapeutische Interventionen (u. a. mit resonanten Instrumenten wie der Sansula, angeleitete „Reise zum Baby“, Arbeit mit Ultraschallbildern) sollen Wohlbefinden stabilisieren, Stress reduzieren und emotionale Regulation sowie innere Wahrnehmung fördern.

Projektleitung:
- Dr. Petra Saltuari (Professorin für Kunsttherapie, Alanus Hochschule)
- Dr. Susann Kobus (Musiktherapeutin, Zentrum für Künstlerische Therapien, Universitätsklinik Essen; Privatdozentin Universität Duisburg-Essen)
- Dr. Anne-Katrin Jordan (Professorin für Musiktherapie, MSH Medical School Hamburg)
Die Studie ist multizentrisch angelegt und sucht derzeit teilnehmende Kliniken der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Kunst- und Musiktherapeuten. Die Interventionen sollen strukturiert in den Klinikalltag integriert werden – als fester Bestandteil der Behandlung, nicht als Zusatzangebot.
Langfristig soll „KlangKunst“ als Modellprojekt hochwertige wissenschaftliche Evidenz liefern, um künstlerische Therapien nachhaltig in der klinischen Versorgung von Risikoschwangerschaften zu verankern und berufspolitisch zu stärken.
Das Projekt wird derzeit ausschließlich über Spenden finanziert. Diese Mittel dienen vor allem der Finanzierung von Therapeuten in Kliniken ohne entsprechende Stellen. Kliniken, Fachkräfte und Fördernde sind eingeladen, sich zu beteiligen.
Zur finanziellen Unterstützung des Projekts wurde zudem ein Spendenkonto eingerichtet:
Spendenkonto:
Universitätsmedizin Essen
DE09370205000500050005
Stichwort: KlangKunst
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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