JLU koordiniert Projekt GUARDIAN mit 3,5 Millionen Euro Förderung
Das Institut für Medizinische Informatik der Justus-Liebig-Universität Gießen koordiniert das Projekt GUARDIAN zur frühzeitigen Erkennung und Prävention von Ausbrüchen antibiotikaresistenter Enterobakterien. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben bis 2028 mit insgesamt 3,5 Millionen Euro.
Rund zwei Millionen Euro entfallen dabei auf das Gießener Teilprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Keywan Sohrabi. Dort werden Daten aus Humanmedizin, Tiermedizin, Lebensmittelbereich und Umwelt integriert und mit Künstlicher Intelligenz ausgewertet, um die Ausbreitung resistenter Erreger wie Citrobacter, Escherichia coli, Klebsiella und Enterobacter vorherzusagen. Besonders im Fokus stehen Plasmide, die Resistenzgene zwischen Bakterien übertragen.

Das interdisziplinäre Konsortium umfasst Experten aus Medizinischer Informatik, Mikrobiologie, Bioinformatik, Epidemiologie und Umweltwissenschaften. Beteiligt sind Institute der JLU Gießen und der Philipps-Universität Marburg, das Hessische Landeslabor, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege, die Universitätsmedizin Greifswald sowie die Technische Hochschule Mittelhessen.
GUARDIAN verfolgt einen One-Health-Ansatz und soll wirksamere Maßnahmen zur Kontrolle antibiotikaresistenter Keime entwickeln. Das Projekt stärkt die Forschung in Mittelhessen und trägt zur Bekämpfung einer globalen Gesundheitsbedrohung bei.
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Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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