Apothekensterben in Deutschland hält an

von | Jan. 14, 2026 | Gesundheit, Politik

Das Apothekensterben in Deutschland setzt sich fort. Ende 2025 gab es bundesweit nur noch 16.601 Apotheken, 440 weniger als im Vorjahr. Den 502 Schließungen standen lediglich 62 Neueröffnungen gegenüber. Damit ist der niedrigste Stand seit fast 50 Jahren erreicht, vergleichbar mit 1977, als es 16.374 Apotheken gab. Das zeigen Zahlen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf Basis von Meldungen der Landesapothekerkammern

Symbolbild. Credits: Pexels.com
Symbolbild. Credits: Pexels.com

Seit der Umstellung auf das fixe Packungshonorar vor 22 Jahren gab es demnach nur eine Erhöhung um 3,1 Prozent im Jahr 2013. Seitdem mussten fast 20 Prozent der Apotheken schließen, von 20.662 auf den aktuellen Stand. Die sinkende Zahl führt zu längeren Wegen für Patienten, was besonders bei extremem Wetter ältere oder immobile Personen belastet. Botendienste können den persönlichen Apothekenbesuch nur teilweise ersetzen.

Die Entwicklung schwächt laut ABDA die Resilienz der Arzneimittelversorgung. Seit 2013 stiegen die Kosten in Apotheken um 65 Prozent, was den wirtschaftlichen Betrieb für viele unmöglich macht. Der Koalitionsvertrag sieht eine Erhöhung des Honorars auf 9,50 Euro vor, doch die Bundesregierung lässt dies in der laufenden Apothekenreform aus.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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