VORGESTELLT: Das größte Schwerbrandverletztenzentrum für Kinder in Deutschland
Das größte Schwerbrandverletztenzentrum für Kinder in Deutschland befindet sich in Hamburg am Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift und hat überregionale Bedeutung für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Verbrühungen und Verbrennungen.
Jährlich behandelt das Zentrum für Schwerbrandverletzte Kinder über 400 stationäre und rund 600 ambulante Fälle von brandverletzten Kindern. 1.000 Wundversorgungen unter Narkose werden im speziellen OP des Zentrums jährlich durchgeführt. Neben der Einweisung über den Rettungsdienst werden mehr als 50 Patientinnen und Patienten jährlich per Luftrettung aus ganz Norddeutschland nach Hamburg ins Wilhelmstift gebracht.
Im Zentrum erfolgen eine intensivmedizinische Überwachung und eine präzise Behandlung auf höchstem Niveau, die eine kontinuierliche und hochqualifizierte Betreuung der Patientinnen und Patienten durch das Burn Team erfordert. Für diese intensive Behandlung stehen speziell ausgestattete Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen beispielsweise die Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur optimal reguliert werden, um so den Anforderungen der schwer verletzten Kinder gerecht zu werden. Die Versorgung der schwerbrandverletzten Kinder ist besonders aufwendig und erfordert regelmäßige, teils tägliche Verbandswechsel, die teilweise mehrere Stunden für die sorgfältige Wundpflege benötigt und im hauseigenen OP-Saal erfolgt. Diese komplexen Eingriffe gehören zu den Kernaufgaben des Zentrums, die eine äußerst präzise und koordinierte Zusammenarbeit erfordern.

Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift gGmbH / Fotograf: Andreas Muenchbach
Die Therapie der hochkomplexen Verletzungen stellt besondere Anforderungen an das sogenannten Burn Team. Einem multiprofessionellen medizinischen Team bestehend aus einem plastischen Chirurgen, einem Kinderchirurgen, einer Intensivmedizinerin und einer speziell ausgebildeten Pflegefachkraft. Unterstützt wird das Burn Team von Kompessionsspezialist’innen, Physio- und Ergotherapeut*innen sowie dem psychosozialen Team aus Sozialpädagog*innen und Psycholog*innen, den sich um die Patientinnen und Patienten und deren Familien kümmern.
Die gesamte Behandlung im Zentrum umfasst sowohl die akute Versorgung als auch langfristige therapeutische Maßnahmen. Dazu gehören bedarfsgerechte kindermedizinische Maßnahmen und die leitliniengerechte Wundversorgung. Sollten Verletzungen schlimmer sein und Wunden nicht von selbst verheilen können, werden Hauttransplantationen über mehrere Behandlungsphasen vorgenommen, die dazu beitragen, die Lebensqualität der Kinder langfristig zu verbessern.
Nach Abschluss der akutmedizinischen Behandlung bieten wir eine umfassende Nachsorge, die es ermöglicht, Narbenbildungen und funktionelle Beeinträchtigungen zu minimieren. Diese Nachsorge erfolgt in unserer Spezialsprechstunde, die bis zum vollständigen Auswachsen der Kinder und Jugendlichen fortgeführt wird.
Tipps und Infomaterialien finden Eltern und Interessierte unter: https://www.paulinchen.de/praevention/tipps-zum-schutz/
Erste Hilfe im Notfall
- Notruf 112 alarmieren.
- Verbrennungswunden zur Schmerztherapie ca. 10 Minuten mit handwarmem Wasser kühlen (ca. 20 °C), bis der Rettungsdienst eintrifft. Wichtig: Wegen Unterkühlungsgefahr nur die verletzten Stellen kühlen!
- Nicht kühlen bei großflächigen Verletzungen (mehr als 15 % der Körperoberfläche), bei Neugeborenen und Säuglingen und bei bewusstlosen Personen.
- Flammen durch Wälzen am Boden oder mit Wasser löschen.
- Bei Verbrennungen eingebrannte Kleidung nicht entfernen.
- Bei Verbrühungen dem Kind die durchnässte Kleidung sofort ausziehen, auch die Windel.
- Bei Stromverletzungen sofort den Stromkreis abschalten.
- Niemals Mehl, Zahnpasta oder Öl auf Brandwunden geben.
- Rufen Sie immer den Rettungsdienst, wenn sich Ihr Kind schwer verletzt hat. Mit kleineren Verletzungen gehen Sie zu Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin.
Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR
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