Studie belegt: Mammografie-Screening senkt Brustkrebssterblichkeit deutlich

von | Juli 16, 2025 | Forschung, Gesundheit, Nicht kategorisiert, Politik

Das deutsche Mammografie-Screening-Programm hat die brustkrebsbedingte Sterblichkeit bundesweit signifikant reduziert. Dies geht aus der in Berlin vorgestellten „Evaluation der Brustkrebsmortalität im deutschen Mammografie-Screening-Programm“ hervor. Die Untersuchung zeigt, dass bei regelmäßiger Teilnahme die Brustkrebssterblichkeit um 20 bis 30 Prozent niedriger liegt als bei Frauen, die nicht am Screening teilnehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie begrüßte die Ergebnisse ausdrücklich und verweist auf den bestätigten lebensrettenden Nutzen strukturierter Früherkennungsangebote.

„Diese Daten sind ein wichtiger Erfolg für alle Beteiligten – für die Frauen, die dem Programm vertrauen, für die Fachkräfte im Gesundheitswesen, die täglich höchste Qualität sichern und für die Gesundheits- und Strahlenschutzbehörden, die das Programm verantwortungsvoll begleiten“, betont Prof. Dr. Andreas Schneeweiss, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie.

Screening-detektiertes Mammakarzinom, dargestellt durch einen unscharf begrenzten Herd; Histologie: Mammakarzinom nicht spezieller Typ, Grad 2. | Copyright: @Referenzzentrum Mammographie Münster
Screening-detektiertes Mammakarzinom, dargestellt durch einen unscharf begrenzten Herd; Histologie: Mammakarzinom nicht spezieller Typ, Grad 2. | Copyright: @Referenzzentrum Mammographie Münster

Trotz der hohen Qualität und internationalen Vorreiterrolle des Programms wird es nur von knapp der Hälfte der rund 14 Millionen anspruchsberechtigten Frauen zwischen 50 und 75 Jahren genutzt. Die Studienautoren setzten zwei methodisch unabhängige Ansätze ein: einer auf Basis von Krankenkassendaten, der andere unter Verwendung von Daten des Landeskrebsregisters Nordrhein-Westfalen. Beide zeigten übereinstimmend eine signifikante Reduktion der Mortalität. Fachgesellschaften und Gesundheitspolitik fordern nun eine Steigerung der Teilnahmequote, um das bestehende Potenzial besser auszuschöpfen.

Quellen:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/studie-mammographie-screening-pm-09-07-25.html#c32681

2 Kooperationsgemeinschaft Mammographie in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung GbR https://www.mammo-programm.de/de

3 Evaluation der Brustkrebsmortalität im deutschen Mammographie-Screening-Programm: Vorhaben 3621S42410 https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0221-2025062052653


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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