VORGESTELLT: Radiometer – Pionier der Blutgasanalyse mit Fokus auf Notfalldiagnostik

von | Juli 9, 2025 | Gesundheit

Die Radiometer GmbH mit Sitz in Willich, Deutschland, ist ein weltweit tätiger Anbieter von Lösungen für die Point-of-Care-Diagnostik (POCT), insbesondere in der Blutgasanalyse, Gerinnungsmessung, Infektionsdiagnostik und transkutanen Überwachung. Das 1935 in Kopenhagen gegründete Unternehmen hat sich seit der Entwicklung des weltweit ersten kommerziell verfügbaren Blutgasanalysators im Jahr 1954 als Pionier in der Notfalldiagnostik etabliert. Heute gehört Radiometer zur US-amerikanischen Danaher Corporation und beschäftigt weltweit über 3.200 Mitarbeiter, mit Direktvertretungen in mehr als 32 Ländern. In Deutschland konzentriert sich die Radiometer GmbH auf den Vertrieb, die Wartung und den Service von technisch-wissenschaftlichen Geräten für Krankenhäuser, Kliniken und Labore.

Das Produktportfolio von Radiometer umfasst technologisch fortschrittliche Analysatoren, die in der Notfalldiagnostik eingesetzt werden, etwa in Intensivstationen, Notaufnahmen und Blutbanken. Kernstück ist die Blutgasanalyse, die kritische Parameter wie pH-Wert, Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut misst, um akute Zustände wie Atemnot oder metabolische Störungen schnell zu diagnostizieren. Ergänzt wird dies durch Geräte zur Messung kardialer Marker, Gerinnungsparameter und Infektionsindikatoren sowie durch IT-Systeme, die eine effiziente Geräteüberwachung und Datenintegration ermöglichen. Ein Beispiel ist das „1st Automatic Konzept“, das durch Barcode-gestützte Probenzuordnung und automatisierte Messprozesse Verwechselungen minimiert und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie der Richtlinie der Bundesärztekammer (RiliBÄK) sicherstellt. Solche Systeme reduzieren den Zeitaufwand für medizinisches Personal und erhöhen die Patientensicherheit durch optimierte prä- und postanalytische Prozesse.

Symbolbild. Credits: Pixabay
Symbolbild. Credits: Pixabay

Radiometer legt laut Unternehmensangaben einen starken Fokus auf die Weiterentwicklung bestehender Technologien und die Verbesserung der Konnektivität von Geräten. Ziel ist es, die Fernwartung und den Support von Analysatoren in entlegenen Regionen auszubauen, wie es bereits 2022 mit 17.000 global vernetzten Geräten begann. Diese Strategie zielt darauf ab, Ausfallzeiten zu minimieren und die Verfügbarkeit diagnostischer Lösungen zu erhöhen, insbesondere in Regionen mit eingeschränktem Zugang zu Gesundheitsdiensten. Zudem investiert Radiometer in die Optimierung von IT-Lösungen, um die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in Krankenhäusern zu erleichtern und die Prozessqualität weiter zu steigern.

Die Geschichte von Radiometer ist geprägt von Innovationen, die auf akute medizinische Bedürfnisse reagieren. Gegründet von den dänischen Ingenieuren Børge Aagaard Nielsen und Carl Schrøder, entwickelte das Unternehmen zunächst Messgeräte für die Radioindustrie, bevor es 1937 ein pH-Meter für die Carlsberg-Labore schuf. Während der Polio-Epidemie 1952 in Dänemark setzte Radiometer mit der Entwicklung des ersten Blutgasanalysators einen Meilenstein, der die Diagnose von Atemnot revolutionierte. Seit der Übernahme durch Danaher im Jahr 2004 profitiert Radiometer von der globalen Infrastruktur und dem Innovationsschub des Mutterkonzerns, zu dem auch andere Diagnostikunternehmen wie HemoCue gehören, das 2013 übernommen wurde.

In Deutschland unterstützt die Radiometer GmbH den Gesundheitssektor durch ein dichtes Service- und Trainingsnetzwerk. Seit 2017 hat die Hitado GmbH den Vertrieb von Blutgasanalysatoren in Teilen des niedergelassenen Arztbereichs übernommen, während Radiometer sich auf den Klinik- und Laborbereich konzentriert. Somit bleibt Radiometer ein zentraler Akteur in der Notfalldiagnostik, dessen Technologien in 16 der 20 besten US-Kliniken eingesetzt werden.

Die Zukunft von Radiometer wird maßgeblich von der fortschreitenden Digitalisierung und dem Ausbau der Point-of-Care-Diagnostik geprägt sein. Die strategische Ausrichtung auf Vernetzung, Effizienz und globale Zugänglichkeit deutet auf eine Weiterentwicklung bestehender Systeme hin, um den steigenden Anforderungen der Notfallmedizin gerecht zu werden.


Redaktion: X-Press Journalistenbüro GbR

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